17
Februar 2019
Sonntag
17:00-18:10
Verzockt
Tanzstück von Beate Vollack
Nachgespräch im Anschluss an die Vorstellung

Zum Stück

Was, wenn man Ihnen eine Million anböte und Sie dafür nur eine Kleinigkeit tun müssten: die Kleinigkeit, einen Revolverabzug zu drücken und so mit einer einzigen Fingerbewegung über Leben oder Tod zu entscheiden. Es könnte Ihr Tod genauso gut wie der Ihres Nachbarn sein – es kommt ganz darauf an, in welcher Runde Sie mitspielen. Alles hängt von dieser einen kleinen Bewegung ab. In sieben Runden können Sie zum Täter, Opfer oder Gewinner werden. Sieben Gelegenheiten trennen unsere Kandidaten vom grossen Glück oder vom Unglück, sich verzockt zu haben.
Beate Vollack erforscht mit den Tänzern und zu den Klängen des Akkordeonvirtuosen Goran Kovačević verschiedene Typen von Spielern und Verzweifelten. Wie werden sich die Kandidaten entscheiden?

«Rien ne va plus.»

Besetzung

Partner

  • Hedy Kreier

Zugabe

Arttv besuchte eine Vorstellung von Verzockt und sprach mit Beate Vollack - hier geht's zum
Bericht.


Zocken Sie mit!

Beate Vollack und Kinsun Chan bereiten den Tanzabend Verzockt für die Lokremise vor
Spielen Sie? Worauf setzen Sie? Was riskieren Sie? Was ist Ihr Sytem? Unsere Millionenfee gibt jedem eine einmalige Chance. Und wer gewinnt?
Für Ihr neues Tanzstück Verzockt hat sich Beate Vollack Russisches Roulette als Thema ausgesucht. Gemeinsam mit den Tänzerinnen und Tänzern der Tanzkompanie geht sie der Frage nach, was Menschen dazu bringt, alles auf eine Karte zu setzen, welche Spielertypen es gibt und welche Reaktionen die existenzielle Situation des Spielens um alles oder nichts im Spieler auslöst. Musikalischer Spielmacher am Akkordeon wird Goran Kovačević sein, der das St.Galler Tanzpublikum schon bei Peer Gynt in seinen Bann gezogen hat.
Kinsun Chan, der mit der nächsten Spielzeit die Leitung der Tanzkompanie von Beate Vollack übernimmt, entwirft Bühne und Kostüm für Verzockt. Für Beate Vollack, seit September Ballettdirektorin an der Oper Graz, schliesst sich damit ein Kreis: Ihre erste Choreografie als Leiterin der Tanzkompanie, X=Hase, hatte 2014 ebenfalls Kinsun Chan ausgestattet, und nun arbeiten die beiden auch bei ihrer letzter Arbeit in dieser Funktion zusammen. Verzockt findet sogar im selben Raum statt wie X=Hase, nämlich dem Theatersaal Lok 2 in der Lokremise.
Zentrales Element des Raumes für Verzockt wird eine grosse Drehscheibe sein, die an einen Roulettekessel oder ein Glücksrad erinnert. Auf den Feldern dieses Schicksalsrads sind die Spieler platziert, wenn die Millionenfee das Los zieht. Es gibt sieben Spielrunden – mehr über das Spiel und seinen Ausgang soll hier noch nicht verraten werden.

Presse

Ostschweiz am Sonntag

Am Freitagabend hatte "Verzockt" Premiere in der Lokremise: buchstäblich der letzte Tanz, den die scheidende Leiterin der Tanzkompanie am Theater St.Gallen ihren Tänzern auf Leib und Seele choreografiert hat.

St.Galler Tagblatt

Die Kompanie des Theaters St.Gallen macht in "Verzockt" auf groteske Weise ernst mit dem Abschied von Tanzchefin Beate Vollack. In der Lokremise wird russisches Roulette gespielt; die Musik ist ein wilder Rausch.

Neue Zürcher Zeitung

Wenn Beate Vollack sich des Themas Spielfieber annimmt, lässt sie nicht Poker oder Roulette spielen und schon gar nicht jassen, sondern greift zum tödlichsten aller Glücksspiele, zum russischen Roulette. Das überrascht nicht. Die St.Galler Tanzchefin, die bereits Aufgaben als Ballettdirektorin an der Grazer Oper übernommen hat und St.Gallen zu Ende der Spielzeit verlässt, war schon immer eine Drama-Queen. "Verzockt" ist ihre letzte Kreation für St.Gallen. Was immer sie in den letzten Jahren inszeniert und choreografiert hat - sie schöpfte aus dem Vollen: aus dem vollen Gefühl, aus voller Leidenschaft, aus allem, was ihr fürs Theater greifbar wurde.

Termine & Tickets

Lokremise

Im November 2008 haben die St.Gallerinnen und St.Galler einem Kulturzentrum in der Lokremise am Hauptbahnhof zugestimmt. Eröffnet wurde die neue Spielstätte des Theaters St.Gallen Mitte September 2010

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