21
März 2023
Dienstag
19:30-22:15
The Time of Our Singing
Oper von Kris Defoort und Peter van Kraaij nach dem Roman "Der Klang der Zeit" von Richard Powers
Stückeinführung 45 Minuten vor Beginn im Zuschauerraum

Zum Stück

+++ Aktion für alle unter 30 +++
Bei der Vorstellung am 21. März erhalten Alle unter 30 Jahren ein Ticket zum Preis von 20 CHF, egal in welcher Kategorie. Ausserdem laden wir euch auf einen Drink im Foyer ein. Tickets sind telefonisch (071 242 06 06), per Mail (kasse@theatersg.ch) oder an der Kasse erhältlich.

Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Richard Powers verzahnt The Time of Our Singing persönliche Erfahrungen mit historischen Ereignissen, deren Themen deutliche Parallelen mit der jüngsten Geschichte der USA aufweisen: Black Lives Matter, Polizeibrutalität und manipulierte Wahlen begleiten die Brüder Jonah und Joey Storm auf ihrem Lebensweg. Vor dem Hintergrund der Rassentrennung im Nachkriegsamerika erzählt die Oper vom Leben einer Familie mit einer schwarzen Mutter und einem weissen Vater. Die Eltern erziehen ihre Kinder mit viel Liebe zur Musik, die später für die Kinder bei der Suche nach der eigenen Identität Grund für Entzweiung, aber auch für Zusammenhalt birgt.  Der belgische Komponist Kris Defoort lässt in seine Komposition Zitate aus dem Jazz- und Klassik-Repertoire einfliessen und erweitert das Orchester um ein Jazzensemble. Das Theater St.Gallen ist mit der belgischen Nationaloper La Monnaie Koproduzent dieser Oper, die im September 2021 in Brüssel uraufgeführt wurde.

Oper in drei Akten
Schweizer Erstaufführung
Uraufführung: 14. September 2021, La Monnaie / De Munt, Brüssel

Musik von Kris Defoort
Libretto von Peter van Kraaij
Nach einem Roman von Richard Powers

In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Besetzung

Partner

Zugabe

Presse

SRF 2 Kultur

Kris Defoort gelingt das Kunststück, dass die eigentlich heterogene Klangsprache erstaunlicherweise homogen klingt. So ist es ein höchst abwechslungsreiches und spannendes Musiktheater. Das liegt natürlich auch an der gekonnten und in allen Stilen gewandten musikalischen Leitung durch Dirigent Kwamé Ryan als auch am ausgezeichneten Sänger*innen-Cast. Alle mit tollen Stimmen und starker darstellerischer Kraft, wie Claron McFadden als Mutter Delia oder Joshua Stewart in der Rolle des musikalischen Gesangstalents Jonah. Regisseur Ted Huffman inszeniert wie gewohnt minimalistisch: Ein Einheitsbühnenbild mit einigen Tischen und Requisiten reicht ihm, Videoprojektionen zeigen wichtige historische Ereignisse, vor deren Hintergrund die Geschichte spielt. [...] Huffman konzentriert sich und das Publikum auf den Text, die Musik, das Stück, und er lässt auch viel Raum für eigene Gedanken.

Vorarlberger Nachrichten

Vergangenen Samstag feierte die zeitgenössische Oper „The Time of Our Singing“ von Kris Defoort und Peter van Kraaij im UM!BAU des Theaters St.Gallen Premiere. Das Stück nach dem Roman „Der Klang der Zeit“ von Richard Powers begeistert mit grossartigen Darstellern und einer musikalischen Darbietung der be-sonderen Art. [...] Die Oper trifft den Nerv der Zeit, regt zum Nachdenken an und ermöglicht den Zuschauern einen Einblick in die Probleme, mit denen die schwarze Bevölkerung konfron-tiert war und immer noch ist. Eine gelungene Darstellung, die nicht ohne Grund vom gesamten Publi-kum mit Standing Ovation gefeiert wurde.

SRF 1

Mehr Diversität auf der Bühne, das ist ein wichtiges Anliegen des Operndirektors und designierten Intendanten des Theaters St.Gallen, Jan Henric Bogen. Mit ihm und seinem Programm ist das Theater St.Gallen momentan schweizweit führend in dieser Hinsicht.

Junge Theaterkritik

Die Musik ist wunderschön: gefühlvoll, harmonisch, spannend, lebendig. Bei der Textzeile "I wish I could freeze time..." fühlt man einen Schauer der Bezauberung und den Wunsch, die Zeit würde doch bitte, bitte in diesem Moment stillstehen. Das St.Galler Ensemble ist stark, sicher und springt mit Leichtigkeit zwischen den verschiedenen Genres hin und her. [...] "The Time of Our Singing" ist eine musikalische Meisterleistung von allen Seiten: Komposition, Orchester, Musikalische Leitung und Gesang. Die Produktion stellt wichtige Probleme in den Mittelpunkt und bleibt dabei sehr persönlich, fokussiert auf die verschiedenen Perspektiven innerhalb der Familie Strom. Somit darf am Theater St.Gallen eine aussergewöhnliche Oper erlebt werden, die mit den Vorurteilen gegen die "klassische Oper" bricht und eine wundervolle neue Erfahrung von Diversität verspricht.

Saiten

Das Sinfonieorchester St.Gallen (Leitung Kwamé Ryan) begleitet die Soli mit flexiblen, aber treffsicheren Tempi und mischt sich mühelos mit dem Jazz-Quartett, das bereits im ersten Saxophon-Solo (Adrian Pflugshaupt) musikalisch anachronistisch aber atmosphärisch wunderschön in die Gefühlslage der Geschichte einführt. Kunal Lahirys Klaviereinsätze auf der Bühne verbinden die erzählerischen und musikalischen Ebenen und bilden raffiniert eine Brücke zwischen Schauspiel und Orchestergraben.

Roccosound

Eine Jazzband ist ins Kammerorchester des klassischen Instrumentariums integriert, das grosszügig dotierte Schlagzeug braut manches Gewitter, das Saxophon spielt eine dominante Rolle, filmreife Spannungsmomente untermalen die Stimmen. Diese wechseln zwischen gesprochenem Dialog und Rezitativ, und sie blühen arios und vielstimmig auf, wo Musik als Musik gemeint ist. Die Geschichte über Rassismus reflektiert sich in der Musik, und das ist in dieser Oper mit viel Können im postmodernen Sinn ungezwungen und weitgehend attraktiv collagiert. Was das musikalische Ensemble (inklusive Kinderchor) unter der Leitung von Kwarné Ryan bietet, ist so schillernd bunt wie sich das Thema um Schwarz und Weiss auffächert.

St.Galler Tagblatt

Am Samstag hatte Kris Defoorts Oper «The Time of Our Singing» im Provisorium des Theaters St.Gallen Premiere. Mit hervorragenden Darstellerinnen und Darstellern und einer aufrüttelnden Familien-Saga [...] Das Publikum war von dieser Koproduktion des Theaters St.Gallen mit der Brüsseler Oper La Monnaie begeistert.

Onlinemerker

Claron McFadden gibt mit klarem, bestens geführten Sopran die Delia Daley. Mark S. Doss verkörpert den William Daley natürlich mit Würde und Autorität. Kristján Jóhannesson singt mit seinem wunderbaren Bariton und grosser Bühnenpräsenz den David Strom. Die drei Kinder der Familie Strom sind Joshua Stewart als Jonah, Markel Reed als Joey und die vor kämpferischer Energie nur so strotzende Naomi Simmonds als Ruth. Jennifer Panara gibt Jonahs Geliebte Lisette Soer. Das Sinfonieorchester St.Gallen, das Jazzquartett (Adrian Pflugshaupt, Tenorsaxophon; Jérémie Krüttli, E-Bass; Mischa Cheung, Klavier; Maximilian Näscher, Drumset) und Kunal Lahiry als Pianist auf der Bühne unter der musikalischen Leitung von Kwamé Ryan bringen die enorm vielfältige Musik Defoorts bestens zu Gehör und tragen durch den Abend.

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