25
November 2022
Freitag
20:00-22:00

Eintritt frei

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Stücklabor-Lesung

Zum Stück

Schweizer Dramatik – das sind heute einige der gefragtesten Autor*innen im deutschsprachigen Raum. Die Schreibkunst in der Schweiz erlebt derzeit ein kreatives Hoch, wie schon lange nicht mehr.
Kim de l’Horizon, Pablo Jakob Montefusco, Michelle Steinbeck und Alexander Stutz haben in der letzten Spielzeit an vier Schweizer Theatern als Hausautor*innen an neuen Stücken gearbeitet. Die neuen Texte wurden und werden im Laufe des Jahres an den Bühnen Bern, am Theater Basel, am Théâtre du Jura und am Theater St. Gallen (Die Entfremdeten von Alexander Stutz, ab 19. Januar 2023) uraufgeführt. Es sind Reisen in fantastische Gedankenwelten, die mehr mit uns zu tun haben, als uns lieb ist. Am 25. November sind die vier zu Gast in der Lokremise für einen Abend mit szenischen Lesungen und Round-Tables im Anschluss.
Das Publikum ist eingeladen, mit den Autor*innen ins Gespräch zu kommen, gemeinsam zu trinken und zu feiern.

Hänsel & Greta & The Big Bad Witch von Kim de l’Horizon
Die diesjährige non-binäre Preisträger: in des Deutschen Buchpreises kommt aus der Nähe von Bern und hat für das dortige Theater eine Tour de Force zum Posthumanismus verfasst: Die Welt geht zugrunde, den Wald gibt es nicht mehr. Stattdessen schlürfen alle die Droge Vitalin. Hänsel und Greta möchten aber lieber die Welt retten und erhalten unerwartet Hilfe von einer Hexe, die gar nicht böse ist, sondern «bad-ass». In 13 Übungen bringt sie ihnen die Weltrettung bei.

La Felicità von Pablo Jakob Montefusco
Eine Familie, die zwischen der Schweiz und Italien verstreut war, feiert ein Jubiläum. Was für ein schönes Fest! Als man am nächsten Tag aufräumt, weichen die Freudenausbrüche, Wunden kommen zum Vorschein. Ein Stück über den Schmerz, den die Schweizer Einwanderungspolitik mit sich gebracht hat.

Das Märchen der Märchen von Michelle Steinbeck
In der nahen Zukunft sind Männer unfruchtbar. Das Geschäft mit Silikonbabys boomt, echte Geburten sind mittlerweile ein Wunder. In dieser vergehenden Gesellschaft darf nur noch gefeiert werden: Die Reproduktion ist nur noch eine Simulation. Michelle Steinbeck, mit ihrem Roman Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch für den Schweizer Buchpreis nominiert, zeichnet eine Zukunft, die von Aberglauben, Zauber und Wunder beherrscht wird.

Die Entfremdeten von Alexander Stutz
In den Weiten eines Parkplatzes kann man sich verlieren. Ein alter Mann wohnt in seinem Auto und versucht zu vergessen. Die Fliegende fliegt schon seit Tagen über diesen Ort und weiss, dass sie irgendwann landen muss. Doch würde das ihren Tod bedeuten. Und das Fett möchte seine grosse Liebe finden. All diese Versprengten suchen nach einer Ordnung für ihr Leben. Der Autor des Gewinnerstücks der Autorentheatertage in Berlin legt die Widersprüche einer Gesellschaft offen.


Mitwirkende
Michael Gmaj (Dramaturg Theater Basel, Leitung StückLabor)

Bühnen Bern
Lucia Kotikava (Schauspielerin), Vieth Anh Alexander Tran (Schauspieler), Julia Fahle (Dramaturgin)

Théâtre du Jura, Delémont
Laurie Perissutti (Schauspielerin), Sophie Studer (Schauspielerin), Davide Brancato (Schauspieler), Pablo Jakob Montefusco (Autor)

Theater St.Gallen
Anna Blumer (Schauspielerin), Anja Tobler (Schauspielerin), Tabea Buser (Schauspielerin), Oliver Losehand (Schauspieler) und Matthias Albold (Schauspieler), Olivier Keller (Regisseur), Alexander Stutz (Autor)

Theater Basel
Carina Braunschmidt (Schauspielerin), Barbara Colceriu (Schauspielerin), Marie Löcker (Schauspielerin), Michelle Steinbeck (Autorin)

Lokremise

Im November 2008 haben die St.Gallerinnen und St.Galler einem Kulturzentrum in der Lokremise am Hauptbahnhof zugestimmt. Eröffnet wurde die neue Spielstätte des Theaters St.Gallen Mitte September 2010

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