13
Oktober 2019
Sonntag
17:00-19:30
Sein oder Nichtsein
Komödie von Nick Whitby nach dem gleichnamigen Film von Ernst Lubitsch

Zum Stück

1939, kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, probt am Polski Theater in Warschau die Schauspieltruppe um die Publikumslieblinge Josef und Maria Tura eine antifaschistische Komödie. Das Ensemble fiebert der Premiere entgegen. Doch das Stück fällt der Zensur zum Opfer, da die polnische Regierung nicht in Konflikt mit dem Hitlerregime geraten will. Kurzentschlossen setzt man Hamlet auf den Spielplan.
Ein Jahr später hat das Polski Theater den Spielbetrieb eingestellt. Stattdessen hausen die Schauspieler in dem maroden Gebäude. Angesichts der Nazi-Herrschaft verzweifelt und verarmt die Truppe immer mehr. Als es aber darum geht, das Leben polnischer Untergrundkämpfer zu schützen und einen Spion der Gestapo unschädlich zu machen, nehmen die vermeintlich eitlen Schauspieler all ihren Mut zusammen, schlüpfen – wie in der zuvor verbotenen Komödie – in die Rolle von Nazis und retten damit nicht zuletzt ihr eigenes Leben. Es beginnt ein irrwitziges, sehr gefährliches Spiel mit Identitäten, bei dem Realität und Darstellung miteinander verschmelzen.
Im Jahr 1942 realisierte der deutsch-jüdische Regisseur Ernst Lubitsch den Film Sein oder Nichtsein, der Ende der 1940er-Jahre zum Klassiker wurde. Hausregisseurin Barbara-David Brüesch inszeniert diese bitterböse Komödie, die angesichts des Aufkeimens nationalistischer Ideologien und Bewegungen im heutigen Europa eine beklemmende Aktualität erfährt.

«Die Bühne ist doch ein Spiegel, ein Spiegel, den wir den Zeiten entgegenhalten, ein stiller, klarer See inmitten einer rasenden Welt.»

Besetzung

Zugabe

Presse

St.Galler Tagblatt

Hausregisseurin Barbara-David Brüesch inszeniert das in St.Gallen als gut geschmierte Komödie. Mit Filmvorspann und Fanfare wird lustvoll der Lubitsch-Klassiker zitiert. Bühnenbildner Damian Hitz und Kostümbildnerin Heidi Walter versetzen das St.Galler Ensemble in eine stimmige Schwarz-Weiss-Welt mit Garderobe und Theaterbühne auf der Drehbühne. Fliegende Ortswechsel werden so auch auf dem Theater möglich. [...] Bei Barbard-David Brüesch darf das Ensemble in die Vollen greifen.

Termine & Tickets

Grosses Haus

Das Grosse Haus ist das Herzstück des Theaters St.Gallen. Über 400 Mal hebt sich jährlich der Vorhang in dem Bau von Claude Paillard im Museumsviertel, in dem 741 ZuschauerInnen Platz finden.

mehr erfahren