7
Oktober 2021
Donnerstag
20:00-21:00
Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich
von David Foster Wallace aus der Monologreihe "Radikal allein"

Zum Stück

Im Auftrag der Zeitschrift Harper’s reiste David Foster Wallace auf einem Luxus-Kreuzfahrtschiff durch die Karibik. Wie alle Passagiere lässt sich der Autor nach allen Regeln der Kunst verwöhnen und betreibt dabei eine regelrechte Realitätsflucht. Er beschreibt seine Reise so beissend und hochkomisch, dass es schon beim Lesen theatral wirkt. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zeigt sich als Land der Abgründe.

Allein mit dem Publikum, mit nichts als dem Text und der Figur im Gepäck, ist er die Königsdisziplin für alle Schauspieler*innen: der Monolog. Da kommt jede Feinheit in der Betonung, jede noch so kleine Bewegung zum Tragen. Ob Erzähltheater, psychologisch ausgefeilte Figur oder actiongeladene Performance – möglich ist vieles. Das Format eignet sich in diesen Zeiten besonders, da es flexibel in unterschiedlichen Räumen zu realisieren und auch für ein kleines Publikum in einem intimeren Rahmen abseits der grossen Bühnen geeignet ist. Eine Reihe solcher Soli wurde in der vergangenen Spielzeit als eigenständige Produktion ins Leben gerufen. Verschiedene Regisseur*innen inszenieren diese mal sensiblen, mal explosiven Begegnungen mit einzelnen Ensemblemitgliedern in minimalistischen Settings – für den Fokus auf Text und Figur.

Besetzung

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St. Galler Tagblatt

Marcus Schäfer spricht nicht nur das Publikum erfrischend direkt an, sondern auch die Bilder, die um ihn herum hängen. Als würden auch die Heiligen Drei Könige anstehen, um endlich Verwöhnung zu finden. Ein kleiner (45 Minuten), kluger Theaterabend über die Dissonanz zwischen Sein und Schein, zwischen Lebenssinn und Übertünchung der Leere. Schrecklich amüsant und erschreckend zu gleich.

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