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Oktober 2019
Mittwoch
19:30-22:20
Rusalka
Oper von Antonín Dvořák
Einführung um 19 Uhr

Zum Stück

Als ‹trauriges, modernes Märchen› wurde die Geschichte von Antonín Dvořáks bekanntester Oper beschrieben: Eine Nixe verliebt sich in einen Prinzen. Um ihm nahe zu sein, lässt sie sich von der Hexe Ježibaba in einen Menschen verwandeln und gibt dafür ihre Stimme auf. Doch ihre Liebe zu dem Prinzen endet für beide im Unglück. In seiner Oper Rusalka zeichnet Dvořák mit geschickter Instrumentation und psychologischem Feingefühl die zum Scheitern verurteilte Liebesgeschichte zwischen Märchen- und Menschenwelt nach.
Mit spätromantischen, sinfonischen Klängen lässt er die slawische Märchenwelt aufleben. Vera Nemirova hat für zahlreiche Bühnen ganz Europas Opern auf die Bühne gebracht. Nun stellt sie sich mit ihrer Inszenierung der tschechischen Nationaloper Rusalka am Theater St.Gallen vor.

Uraufführung: 31. März 1901, Nationaltheater Prag
Lyrisches Märchen in drei Akten

Musik von Antonín Dvořák
Libretto von Jaroslav Kvapil
In tschechischer Sprache mit deutschen Übertiteln

«Als ein Mensch im Licht der Sonne leben!»

Besetzung

Partner

Zugabe

Presse

St.Galler Tagblatt

Von Naturmystik ist in der Inszenierung von "Rusalka" wenig zu spüren. Regisseurin Vera Nemirova zeigt, in jedem Augenblick fesselnd, nicht in erster Linie den Gegensatz zwischen der Wassernixe und einer zum Mensch gewordenen Frau, sondern lädt den Stoff psychologisch auf, erzählt ihn als eindringliche Geschichte einer mutigen Selbstfindung. [...] Den Reichtum der Musik loten alle Akteure intensiv aus und werden dabei von einem konzentriert disponierten Sinfonieorchester St.Gallen unterstützt. Dirigent Modestas Pitrenas gibt der Musik eine starke emotionale Linie, die nie abbricht und das Bühnengeschehen intensiv mitträgt.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Der litauische Dirigent Modestas Pitrenas, seit einem Jahr Chefdirigent des Sinfonieorchesters St.Gallen, bringt die Qualitäten von Dvořáks genialer Musik liebevoll differenziert zur Geltung. Dem Gesang lässt er stets den nötigen Raum.

Das Opernglas

Brillanz dringt auch aus dem Orchestergraben, in dem der St.Galler Chefdirigent Modestas Pitrenas die Zügel fest in der Hand hält. Pitrenas zielt mit seiner geschärften, dynamisch und agaogisch immer wieder zugespitzten Lesart in eine ähnliche Richtung wie Nemirova.

Musik und mehr

Die Geschichte um die Wassernixe Rusalka, die sich in einen Prinzen verliebt und daher zum Menschen werden möchte, kann man auf sehr verschiedene Weise inszenieren, jedoch kaum besser, als es das Team um die Bulgarin Vera Nemirova am Theater St.Gallen geschafft hat.

Roccosound

Unter der Leitung von Modestas Pitrenas lassen Sinfonieorchester St.Gallen und Ensemble erfahren, was "Seelensprache" heisst: aufwühlende Dramatik und sensible Lyrik im Orchester, aber auch naturhaft atmosphärische Klanglichkeit und tänzerisch prickelnde Rhythmik, die in heiteren und verspielten Passagen das vife komische Paar und die wirbelnden Nixen begleitet.

Vorarlberger Nachrichten

Eine Freude in Spiel und Gesang sind die Akteure, allen voran die Ukrainerin Sofia Soloviy als sehnsuchtsvolle Rusalka. Facettenreich ist ihr klarer Sopran vom feinsten Piano zum dramatischen Forte. Mit klar timbriertem lyrischem Tenor steht ihr der Koreaner Kyungho Kim als Prinz zur Seite, warm strömt der Bass des Ungarn Marcell Bakonyi als vergeblich warnender Wassermann. Während Nora Sourouzian als Hexe Ježibaba ihr Opfer farbig schillernd umschwärmte, musste ihr wegen akuter Halsentzündung Alžběta Vomáčková vom Bühnenrand her ihre Stimme leihen, um bald darauf als fremde Fürstin den Prinzen zu umgarnen - beiden Partien weiss sie eine eigene Farbe zu verleihen.

Termine & Tickets

Grosses Haus

Das Grosse Haus ist das Herzstück des Theaters St.Gallen. Über 400 Mal hebt sich jährlich der Vorhang in dem Bau von Claude Paillard im Museumsviertel, in dem 741 ZuschauerInnen Platz finden.

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