7
Juni 2022
Dienstag
19:30-21:30
María de Buenos Aires
Tango-Oper von Ástor Piazzolla
Stückeinführung 45 Minuten vor Beginn

Zum Stück

Ein packender, melancholischer Tanz, geboren in den heruntergekommenen Vierteln von Buenos Aires und entstanden aus dem Kampf mit der Not, ist die Seele der Tango-Oper María de Buenos Aires. María sucht das grosse Glück, scheitert, und wird in einer Schwarzen Messe getötet. Nach ihrem Tod streicht ihr Schatten durch die Strassen von Buenos Aires und in einem endlosen Zyklus entsteht wieder eine María. Mit ausdrucksstarker Musik erzählt Ástor Piazzolla die Geschichte vom schwierigen Leben und mythischen Tod Marías. Er  verfasste mit seiner einzigen Oper eine Liebeserklärung an seine Heimatstadt Buenos Aires und revolutionierte dabei den Tango, indem er argentinische Folklore mit klassischer, moderner Musik und Jazz verschmolz.
Zwei aufstrebende argentinische Künstler, die Dirigentin Natalia Salinas und der Regisseur Marcos Darbyshire, werden sich mit dieser Produktion dem St.Galler Publikum vorstellen.

Tango-Oper in zwei Teilen

Uraufführung: 8. Mai 1968, Sala Planeta, Buenos Aires

Musik von Ástor Piazzolla
Libretto von Horacio Ferrer

In spanischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Besetzung

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Zugabe

Bei dieser Veranstaltung werden Stroboskopeffekte verwendet.

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Presse

Saiten

Ástor Piazzollas «María de Buenos Aires» kommt im St.Galler Theaterprovisorium voll Mystik und Symbolik auf die Bühne. Überwältigend und fesselnd – selbst für Nicht-Opern-Freaks.

St.Galler Tagblatt

Das Premierenpublikum war begeistert von einer Oper, die keine Oper im traditionellen Sinne ist. Die St.Galler Inszenierung von Ástor Piazzollas «María de Buenos Aires» wirkt fast wie ein Musikfilm, in dem der Tango selbst die Hauptrolle spielt und seine Geschichte der eigentliche Plot ist. Auch das Libretto von Horacio Ferrer präsentiert nicht die opernüblichen Liebesgeplänkel-Sätzchen, sondern ist als literarischer Text voll Metaphorik und Symbolismus an sich schon überaus spannend. [...] Mit Natalia Salinas ist (nach Katharina Müllner) zum zweiten Mal in der aktuellen St.Galler Opernsaison eine junge Powerfrau am Pult des Sinfonieorchesters St.Gallen, die als Argentinierin weiss, wie Tango packend, straff, durchsichtig und doch mit geheimnisvoller Hintergründigkeit gespielt werden muss. Mit Marcelo Nisinman hat sie einen wunderbaren Bandoneonisten im Orchester, klangfarbenreich, präzise und leidenschaftlich. Auch der Regisseur der Tango-Oper, Marcos Darbyshire, kommt aus Argentinien. Ihm gelingt es, aus dieser anspruchsvollen Musik und einem nicht leichtgängigen Text ein überzeugendes Bühnenstück zu machen. [...] Ieva Prudnikovaite füllt diese facettenreiche Frauenrolle famos aus, nicht nur mit ihrem sicheren, dunklen, erdigen, warmen Mezzosopran, sondern auch als Figur, die schauspielerisch fasziniert. Kompliment hier auch an die litauische Sängerin, die ein beeindruckendes Bühnenspanisch hinlegt.

Onlinemerker

Mit seiner Inszenierung von Piazollas «María de Buenos Aires» ist dem argentinischen Regisseur Marcos Darbyshire ein zutiefst bewegender und beeindruckender Abend gelungen. Alle Beteiligten wurden vom Publikum intensiv gefeiert. Die Texte des Librettisten Horacio Ferrer, mit denen Piazolla die Lebensgeschichte Marias, die von der patriarchalen Gesellschaft in die Prostitution gezwungen wird, erzählt, macht Marcos Darbyshire dem Publikum zugänglich, in dem er die Figur der Maria in drei Figuren aufspaltet. [...] Das Sinfonieorchester St. Gallen unter Leitung der Argentinierin Natalia Salinas spielt, als wäre es eine argentinische Formation und hätte den Tango «im Blut». Unterstützt von Marcelo Nisinman am Bandoneon, Juan Sebastian Lima an der Gitarre und Mischa Cheung am Klavier macht es den Abend zum Erlebnis. Franz Obermair hat den mit viel Spielfreude agierenden Chor des Theaters St. Gallen bestens vorbereitet. Ieva Prudnikovaite singt die Maria mit einer Stimme, wie man sie sich für den Tango besser nicht vorstellen kann.

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