8
Juni 2022
Mittwoch
19:30-22:30
M
frei nach dem Filmklassiker "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" von Fritz Lang in einer Theaterfassung von Christina Rast

Zum Stück

Das Treiben eines mehrfachen Kindermörders, den die Polizei trotz intensiver Bemühungen nicht fassen kann, versetzt die Bewohner einer Grossstadt in kollektives Grauen. Hysterie, Angst und Schrecken prägen das tägliche Leben und führen zu Verdächtigungen und Denunziationen. Das organisierte Verbrechen fühlt sich durch die Fahndungsarbeit der Polizei in seinen Machenschaften erheblich gestört und beschliesst, den Triebtäter mit eigenen Mitteln zu stellen. Eine gnadenlose Hetzjagd beginnt.
1931 entstand der Film M - Eine Stadt sucht einen Mörder unter der Regie von Fritz Lang nach einem Drehbuch seiner Ehefrau Thea von Harbou. Inspiriert wurde das Autorenteam durch den spektakulären Prozess des Düsseldorfer Serienmörders Peter Kürten, der am 2. Juli 1931 hingerichtet wurde. Langs erster Tonfilm bewegt sich stilistisch gekonnt zwischen verschiedenen Genres, verbindet und verschränkt Thriller, Krimi, Sozialdrama und das bewegende Psychogramm eines schuldlos-schuldigen Individuums.
Christina Rast, die am Theater St.Gallen zuletzt König Lear inszenierte, geht mit ihrer Bearbeitung der legendären Filmvorlage unter anderem der Frage nach, wie Angst eine Gesellschaft in ihren Feindbildern zusammenschweisst und mangelndes Vertrauen in staatliche Institutionen Aggression und Gewalt schürt.

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