18
März 2021
Donnerstag
20:00-20:45

Eintritt frei

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Lieder im März
STREAM | Der Himmel über dem Dach

Zum Stück

Der Himmel über dem Dach – Frühlingswasser – Diamant auf dem Märzschnee: Die Mitglieder des Musiktheaterensembles sind in einer dreiteiligen Streaming-Reihe mit dem Titel Lieder im März aus der Tonhalle zu erleben. Dabei werden sie begleitet von Studienleiter Stéphane Fromageot und Roberto Forno, Roxana Ionescu-Beck und Miho Tanaka am Klavier.
Die Solistinnen und Solisten des Musiktheaterensembles haben gemeinsam mit den Repetitorinnen und Repetitoren drei Liedprogramme zusammengestellt und einstudiert, die in der Tonhalle aufgenommen und im Internet gestreamt werden. In jedem der knapp einstündigen Programme sind wie in einem Frühlingsstrauss Werke verschiedener Komponisten vereint, zwischen denen sich reizvolle Beziehungen ergeben.

Der Himmel über dem Dach
Das erste Programm enthält französische Kompositionen bzw. Vertonungen französischer Texte. Der Schwerpunkt liegt auf Francis Poulenc (1899–1963), einem Mitglied der sogenannten Komponistengruppe Les Six. Von ihm sind nicht nur einige Lieder zu hören, darunter das Colloque für Sopran und Bariton auf ein Gedicht von Paul Valéry, sondern Stéphane Fromageot und Roberto Forno haben sich auch zwei Originalkompositionen Poulencs für zwei Klaviere vorgenommen. Der Musette-Walzer L’Embarquement pour Cythère ist von Anoine Watteaus gleichnamigen Gemälden (Die Einschiffung nach Kythera) inspiriert und wird vom Komponisten in der Widmung als Beschwörung der seiner Kindheit so teuren Ufer der Marne bezeichnet. Die Elégie en accords alternés aus dem Jahr 1959 ist wahrscheinlich Poulencs letztes Klavierwerk. Die beiden Klaviere wechseln sich mit jedem Akkord ab, und so entsteht ein zugleich klarer und verschwimmender Klang.
Das titelgebende Gedicht des ersten Programms, Le Ciel est par-dessus le toit von Paul Verlaine, ist sogar zweimal zu hören, zunächst in einer Vertonung von Déodat de Séverac (1872–1921) und anschliessend in der Version des 1938 in New York geborenen Komponisten und Literaturwissenschaftlers Seth Wolitz. Dessen Vertonung des bekannten Sonnet à Hélène von Pierre de Ronsard erlebt in diesem Stream seine Uraufführung, die sich der Tatsache verdankt, dass Bariton David Maze eine Kopie der vom Komponisten verschollen geglaubten Komposition hatte.

Stream bleibt 48 Stunden verfügbar
 

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