31
Oktober 2021
Sonntag
17:00-18:45
Lebensstürme
Beethoven Brahms Schostakowitsch | Tonhallekonzert
Einführung eine Stunde vor Konzertbeginn

 

  • Ludwig van Beethoven

    Ouvertüre zu «Coriolan» op. 62

  • Dmitri Schostakowitsch

    Kammersinfonie für Streichorchester op. 110a (arr. R. Barschai)

  • Johannes Brahms

    Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll op. 15

 

Lars Vogt musste seinen Auftritt in St.Gallen aus gesundheitlichen Gründen leider absagen. Wir freuen uns, dass der Dirigent Patrick Lange und der Pianist Stefan Vladar die Interpretation des Programms übernehmen können. 

Die Werke des 2. Tonhallekonzerts stecken voller musikalischer Emotionen, die ihren Ursprung in den Lebenswelten ihrer Schöpfer haben. Das 8. Streichquartett von Dmitri Schostakowitsch, der zeitlebens unter den stalinistischen Repressionen litt und dies in etlichen Kompositionen – wenn auch notgedrungen immer untergründig – verarbeitete, war zugleich antifaschistisches Bekenntnis und persönliches Requiem. In der von Rudolf Barschai für Kammerorchester arrangierten Version entwickelte sich das mit Selbstzitaten durchwirkte Streichquartett endgültig zum musikalischen Signum für das Leid, das Schostakowitsch und mit ihm viele weitere unter stalinistischer Herrschaft erfahren mussten. Der Gewissenskampf des starrsinnigen römischen Feldherrn Coriolan, der erst Krieg gegen sein eigenes Volk führt und dann den tragischen Freitod wählt, bildet den Stoff für Beethovens gleichnamige, das Konzert eröffnende Schauspielouvertüre. Und auch Johannes Brahms durchlitt sie, die Lebensstürme, denen dieses Konzert sein Motto verdankt: mitten in seiner Sturm-und-Drang-Zeit befand sich der junge Brahms, als er sein 1. Klavierkonzert komponierte. Die Leidenschaft für Clara Schumann, die Besorgnis um seinen Freund Robert Schumann und nicht zuletzt das Ringen mit seinem ersten Beitrag in dieser Gattung schlugen sich in diesem Klavierkonzert von eruptiver Kraft und sinfonischen Ausmassen nieder. 

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  • Freundeskreis Sinfonieorchester St.Gallen

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