23
April 2022
Samstag
19:00-21:45
Lady Bess
Musical von Michael Kunze und Sylvester Levay

Zum Stück

Die junge Prinzessin Elizabeth ‹Bess› Tudor, Tochter des legendären Königs Henry VIII und der berüchtigten Anne Boleyn, wächst als Waise in der Obhut ihrer Gouvernante und ihres humanistischen Erziehers auf, während ihre Halbschwester als ‹Bloody Mary› brutal über ihre Untertanen herrscht. Mary setzt alles daran, sich ihrer verhassten kleinen Schwester zu entledigen. Doch Bess gelingt es, durch Integrität und mit Hilfe ihrer Freunde, die Sympathie des englischen Volkes zu gewinnen und schliesslich als Elizabeth I den Thron zu besteigen. Nach Rebecca zeigt das Theater St.Gallen erneut ein packendes Musical voller dramatischer Momente und gefühlvoller, mitreissender Musik aus der Feder des Erfolgsteams Michael Kunze und Sylvester Levay, das mit seinen Stücken über herausragende Persönlichkeiten der Geschichte wie Kaiserin Elisabeth von Österreich, Wolfgang Amadeus Mozart und Marie Antoinette Welterfolge feiern konnte.

Musical in zwei Akten
Uraufführung der Neufassung

Originalproduktion: Toho Co., Ltd., Tokio
Uraufführung: 13. April 2014, Imperial Theatre, Tokio

Buch und Text: Michael Kunze
Musik und Orchestrierung: Sylvester Levay

In deutscher Sprache
 

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  • Susanne und Martin Knechtli-Kradolfer-Stiftung

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Kurier

Diese Inszenierung ist an Perfektion kaum zu überbieten. Regisseur Gil Mehmert hat sicherlich sein Meisterstück abgeliefert: Er hat tolle Bilder und intelligente Bögen geschaffen. Seine Arbeit ist fantasievoll bis ins kleinste Detail und die Personenführung exzellent. Das Casting ist bei allen Rollen optimal.

musicals

"Lady Bess" verfügt über eine Qualität, die die allermeisten deutschsprachigen Uraufführungen noch nicht einmal ansatzweise erreichen. [...] Unterm Strich vermisst man an keiner einzigen Stelle die in der provisorischen Spielstätte fehlende Hightech-Bühnentechnik. Dafür sorgt auch das jederzeit stimmige wie gleichsam stimmungsvolle Lichtdesign von Michael Grundner, der vor allem die Auftritte von Anne Boleyns Geist zu einem visuellen Spektakel gestaltet, indem er den hierbei reichlich wabernden Bühnennebel in blutrotes Licht taucht und mit gespenstisch übergrossen Schattenwürfen arbeitet. Anne Boleyns Stimme wird dabei von Marko Siegmeier, der die Show mit einem tollen Tondesign ausgestattet hat, mit viel Hall unterlegt.

Musik & Theater

Darüber hinaus aber ist St.Gallen wiederum die Demonstration gelungen, dass man in der Ostschweiz eine europäische Musical-Hochburg hat. Das überaus flexible Bühnenbild von Christopher Barreca schafft mühelos in wenigen Sekunden immer wieder neue Szenerien, der Regisseur Gil Mehmert hält seine Darsteller in ständiger Bewegung, und die Besetzung ist auf allen Positionen exzellent. Katia Bischoff als jugendliche Lady Bess ist natürlich eine Sympathieträgerin erster Ordnung, aber gerade Wietske van Tongeren als Mary, Jogi Kaiser als finsterer Lordkanzler oder Anton Zetterholm als frech-vorlauter Musikant stehen ihr in nichts nach, weder in Spiel noch Gesang.

Vorarlberger Nachrichten

... das ist eine schöne Idee in dieser fantastisch gut durchchoreografierten Inszenierung von Gil Mehmert, in der die stimmlich versierten Darstellerinnen und Darsteller in tollen Kostümen die gesamte Bühne ruckzuck mitbewegen. Daraus entstehen mitreissende Bilder, die Katia Bischoff (Bess) und Wietske van Tongeren (Mary) konzentriert auf die Spitze treiben und die beim Auftritt von humorvollen Musikern oder einem unwiderstehlichen Prinzen Philipp (Lukas Mayer) samt einem Conchita-Wurst-Verschnitt im Gefolge enorm viel Spass machen.

musicalzentrale

Das "neue" alte Musical von Sylvester Levay und Michael Kunze überzeugt in St.Gallen durch vollen Orchestersound und grossartige Besetzung. [...] Besetzt ist "Lady Bess" mit bekannten Namen des deutschsprachigen Musicals: Hervorzuheben sei Wietske van Tongeren, die eine hervorragende Mary Tudor gibt. In jeder Geste und jedem Wort nimmt man ihr den katholischen Fanatismus ab. Wenn sie sich gegen Ende des Stücks, bereits vom Krebs gezeichnet, mit ihrer Halbschwester versöhnt, dann ist das einer der bewegendsten Momente der Show. Noch übertroffen wird sie jedoch von Katia Bischoff in der Rolle der Titelheldin. Von ihrem ersten Bühnen-Moment an überzeugt sie mit klarer, kräftiger Stimme und enormer Spielfreude und schaffte es quasi mühelos, den gesamten Abend das Stück als Leading Lady zu tragen. Völlig zurecht verneigt sich Sylvester Levay am Ende des Premierenabends auf der Bühne tief vor seiner Lady Bess.

St.Galler Tagblatt

Nebst den historischen Fakten, die den Rahmen für die Handlung bilden, stehen vor allem die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Gefühle der Charaktere im Zentrum. Das Autorenteam setzt dabei auf drei starke Frauenfiguren. Neben den rivalisierenden Halbschwestern Mary und Elizabeth wird der zukünftigen Königin der Geist Anne Boleyns zur Seite gestellt. Ein genialer Schachzug der Autoren, die tote Mutter mit ihrer Tochter in einen Dialog treten zu lassen. So wird das Trauma, das die junge Elizabeth plagt, deutlich. Anne Boleyn wurde als Ehebrecherin hingerichtet und war Elizabeth, die zum Bastard erklärt wurde, lange als Verbrecherin bekannt und verhasst. Erst im Gefängnis kommt sie ihrer Mutter wieder nahe, als diese ihr beisteht. Gesanglich überzeugen Katia Bischoff (Lady Bess), Wietske van Tongeren (Mary) und Katja Berg (Anne Boleyn), die sich stimmlich ähnlich sind und über eine kräftige Stimme verfügen. [...] Sylvester Levays Komposition verbindet Elemente der Renaissance mit moderner Pop- und Rockmusik. Er lässt keltische Musik einfliessen, lässt den spanischen Prinzen zu Flamenco-Klängen und dem Intro der Habanera tanzen. Die vielseitige Musik überzeugt durch dramatische Rocksongs ebenso wie mit zarten Duetten. Ein Highlight sind die vielen aufwendig gestalteten Renaissance-Kostüme (Falk Bauer), für die man sogar die Stoffe nach Wunsch weben liess. Das schlichte Bühnenbild (Christopher Barreca) besteht aus Mauern und Türmen, die vielseitig einsetzbar sind vom Palast über Mauerreste im Wald bis zur Westminster Abbey. Dort endet das Stück mit Elizabeths Krönung: Ein eindrücklicher Moment, der unter die Haut geht. Das Publikum belohnt die Darbietung mit Standing Ovations und Sylvester Levay verneigt sich vor seiner Elizabeth.

Die Frau schaut hin

Alles, was richtig zu machen war, wurde hier richtig gemacht. Sämtliche Gewerke schöpften aus einem grossartigen Pool an Ideen und zeigen sich perfekt aufeinander abgestimmt. [...] Danke St.Gallen, Danke Gil Mehmert und an den Rest der Verantwortlichen. Dank an alle Mitglieder des Ensembles, des Orchesters und der Band.

musicalzone

„Lady Bess“ ist ein Musical mit einer spannenden historischen Handlung, die emotional und mit passender Musik begleitet erzählt wird. Die Besetzung ist hierbei durchweg sowohl schauspielerisch als auch gesanglich überragend. [...] Katia Bischoff verkörpert die junge ‚Elizabeth‘, die in dem Stück bei ihrem Spitznamen Bess genannt wird. Sie spielt und singt Bess’ starke, aber auch emotionale Seite überaus überzeugend. Während man in „Das Löwenherz in mir“ ihren starken Charakter heraushört, merkt man im Duett „Von keinem geliebt (Reprise)“ auch ihre verletzlichen Gefühle. Dadurch ist sie schnell bei den Zuschauern beliebt, ähnlich wie Elizabeth es beim englischen Volk war. Ihre Rivalin ‚Queen Mary I.‘ wird von Wietske van Tongeren mit einer Stimmgewalt gespielt, die den ganzen Raum erfüllt. Passend zu ihrer Rolle geht ihr Gesang unter die Haut und lässt einen nahezu gehorsam erstarren. Doch auch ihre verletzliche und versöhnliche Seite spielt sie überaus glaubwürdig.

Musicalstories

Die Premiere vom «Lady Bess» findet im Provisorium Um!bau statt, da das Theater zurzeit einer Totalsanierung unterzogen wird. Ohne die üblichen Möglichkeiten eines grossen Theaterhauses, sticht das schlichte vielseitig eingesetzte Bühnenbild aus Mauern, Torbögen und Türmen von Christoper Barreca ins Auge. Eine mittige ein- und ausfahrbare Plattform unterstützt die benötigte Wandelbarkeit für viele Szenen, ob im Palast, im Wald, im Tower of London oder als Westminster Abbey. Die Videoeinspielungen von Austin Switser runden das Bühnenbild zusammen mit den feinen, ausgewogenen und dennoch ausdruckstarken Lichtstimmungen von Michael Grundner ab. Die detailliert aufwändig gestalteten Renaissance-Kostüme sind ein echter Hingucker. [...] Dem Theater St. Gallen gelingt es, eine herausragende Cast auf die Bühne zu stellen, die vor Spielfreude nur so sprüht. Von Anfang an ist die Energie in Richtung Publikum zu spüren. Die drei Leading Ladies Katia Bischoff (Lady Bess), Wietske van Tongeren (Mary Tudor) und Katja Berg (Anne Boleyns Geist) zeigen eine Glanzleistung.

Hallertauer Zeitung

Das alles ist musikalisch wie bühnentechnisch grandios und frabenprächtig umgesetzt.

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