10
November 2021
Mittwoch
20:00-21:30
HotSpotOst - Sankt Irgendwo im Nirgendwo
Schauspielprojekt mit Texten von Brigitte Schmid-Gugler nach einer Idee von Rolf Bossart - Uraufführung

Zum Stück

Der Bundesrat lanciert ein prestigeträchtiges Projekt: Schweizweit werden Metropolregionen definiert mit einer dynamischen Grossstadt im Zentrum. Die ausgewählten Hotspots profitieren von rechtlichen Sonderbedingungen sowie steuerlichen Vergünstigungen und erhalten jährlich beträchtliche Summen für Wirtschafts- und Kulturförderung. Bedingung für den Zuschlag sind jedoch 100'000 Einwohner*innen. Der St.Galler Stadtpräsident ist entschlossen: Mit den entsprechenden Massnahmen kann die Kantonshauptstadt mächtig zulegen und den begehrten letzten freien Platz als Schweizer Metropole ergattern. Lukrative Bauprojekte von externen Grossinvestor*innen sollen die Basis schaffen, die fehlenden 20'000 Personen innert kurzer Frist zu generieren. Geht der Plan nicht auf, droht St.Gallen im nationalen Vergleich der Abstieg in die totale Bedeutungslosigkeit. Das Ziel scheint greifbar nahe – da beginnt die Fassade plötzlich zu bröckeln. Es ist wie verhext! Als würde eine nicht fassbare Kraft alles daransetzen, das Vorhaben platzen zu lassen. Nahezu alle Kapitalanleger*innen springen unter fadenscheinigen Begründungen ab. Um der Sache auf den Grund zu gehen, beruft der Stadtpräsident ein Gremium aus Expert*innen ein. Es muss sofort ein Ausweg aus der Misere gefunden werden. Wer oder was sabotiert das Bestreben der Gallusstadt nach Wachstum, Innovation und Anschluss? Die Uhr tickt …
Bereits für die Spielzeit 2020/2021 wurde die Produktion angekündigt, konnte jedoch aufgrund der Coronapandemie nicht umgesetzt werden. Nun wird mit der Uraufführung in der LOK die neue Spielzeit eröffnet. Basierend auf einem Plot von Rolf Bossart verfasste die St.Galler Autorin Brigitte Schmid-Gugler Texte, die als Grundlage für das Schauspielprojekt dienten. Zusätzlich standen uns Marcel Elsener und Hans-Ruedi Beck mit ihrem Input zur Seite. Ähnlichkeiten mit realen oder fiktiven Personen und Gegebenheiten sind rein zufällig oder durchaus beabsichtigt!

Besetzung

Presse

St.Galler Tagblatt

Man merkt, dass die Autorin lang genug in der Stadt gelebt, genau hingeschaut und recherchiert hat. Ihr Text erinnert oft an Dürrenmatts Grotesken, dient aber nur als Materiallager. Die Beteiligten haben die Dialoge lustvoll zurechtgeschnitten, damit herumgepröbelt, sie weiterentwickelt. Das Resultat ist witzig und entwaffnend ehrlich, der Unterton so lässig wie die Musik von Andi Peter: eine Seelenspiegelung mit subtilem Swing.

Saiten

St.Gallen in Endlosschlaufe: Da können selbst Landesmutter Helvetia und der Stadtheilige Gallus nichts mehr ausrichten. Ausgemustert und sankt müde treffen sich Diana Dengler und Oliver Losehand auf einem Bänkli, schauen hinunter aufs Nirgendwo, kiffen sich mit einem wunderlichen Kazoo-Joint ins Irgendwo, klauen im Hotspot-Büro ein paar Äpfel und zwei Stangen Nespressokapseln und zotteln samt Bär ab. Ein wunderbar absurdes Ende.

Termine & Tickets

Lokremise

Im November 2008 haben die St.Gallerinnen und St.Galler einem Kulturzentrum in der Lokremise am Hauptbahnhof zugestimmt. Eröffnet wurde die neue Spielstätte des Theaters St.Gallen Mitte September 2010

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