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Dezember 2018
Sonntag
19:30-22:15
Geschichten aus dem Wiener Wald
Volksstück in drei Teilen von Ödön von Horváth

Zum Stück

Ödön von Horváths berühmtestes Stück Geschichten aus dem Wiener Wald liest sich auf den ersten Blick wie ein Dreigroschenroman aus dem Kleinbürgermilieu: Marianne soll nach dem Willen ihres Vaters den benachbarten Fleischermeister Oskar heiraten. Doch kurz vor der Verlobung verliebt sich Marianne in den eleganten Strizzi Alfred und lässt Oskar sitzen. Dieser Ausbruchsversuch bringt jedoch nicht die erhoffte Befreiung, sondern setzt ein unerbittliches Räderwerk in Gang, das Marianne zugrunde zu richten droht. Schliesslich kehrt sie gebrochen zu ihrem Vater und Oskar zurück, so dass in einem scheinbaren Happy End die ursprüngliche Ordnung wiederhergestellt ist. Ödön von Horváth entlarvt mit seinem Stück, in dem er auf traditionelle Elemente des Volkstheaters zurückgreift, die Fassade der Gemütlichkeit, hinter der sich in Wahrheit unverblümter Egoismus und blanke Aggression verstecken.
 

«Du wirst meiner Liebe nicht entgehen.»

Besetzung

Presse

Saiten

Wer das vertraute Horváth-Wien sucht, findet es hier tatsächlich nicht. Wer sich «Stille», Horváths immer wieder mit Bedacht gesetzte Regieanweisung, erhoffte, hoffte ebenfalls vergebens. Wer aber fragt, wie man einen bald 90jährigen Klassiker ohne angestrengte Aktualisierung aktuell spielen kann, bekommt mit dieser Inszenierung eine Antwort.

St.Galler Tagblatt

In St. Gallen endet der Horváth-Abend in brutaler Trostlosigkeit. Und die berührt.

Nachtkritik

Seit der legendären Basler Inszenierung von Hans Hollmann vor 44 Jahren ist es nicht mehr ungewöhnlich, Ödön von Horváths bekanntestes Stück zu entwienern und zugleich stilisiert, verfremdend zu spielen. Dass Horváths Sprache kein Dialekt, sondern eine Kunstsprache ist, gehört mittlerweile zum allgemeinen Kenntnisstand. Barbara-David Brüesch geht einen Schritt weiter und betont das Komödiantische bis zur Groteske.

Ostschweiz am Sonntag

Mit "Geschichten aus dem Wiener Wald" zeigt das Theater St.Gallen ein bitteres Volksstück von Ödön von Horváth. An der Premiere am Samstag Abend überzeugten starke Schauspielerinnen und Schauspieler.

Termine & Tickets

Grosses Haus

Das Grosse Haus ist das Herzstück des Theaters St.Gallen. Über 400 Mal hebt sich jährlich der Vorhang in dem Bau von Claude Paillard im Museumsviertel, in dem 741 ZuschauerInnen Platz finden.

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