25
Februar 2019
Montag
19:30-21:30
Gardi Hutter
GAIA GAUDI

Zum Stück

Glücklicherweise sterben wir. Es herrschte sonst ein wüstes Gedränge auf Erden. Nirgendwo freie Sitzplätze! Und die Theaterplätze für heute Abend hätten Sie wohl schon vor Jahren reservieren müssen.
Der Tod schafft Raum für nachfolgende Generationen - und ermöglicht so Verlebendigung. 
Gardi Hutter, alias Hanna, hat Übung im Sterben. In bisher acht Stücken war sie am Schluss sieben Mal tot. Der «clowneske Tod» erlaubt das Lachen über das Schreckliche - das ursprüngliche Lachen, vom Menschen erfunden, um sich mit dem unabwendbaren eigenen Ende auszusöhnen.
In GAIA GAUDI ist Hanna von allem Anfang an tot. Das Publikum versteht sofort, Hanna nicht. Von so was Unwichtigem lässt sie sich nicht aufhalten. Es heisst, die Seele eines Verstorbenen bleibe noch eine Weile im Raum. Hannas Seele flattert so ungetrübt, dass der Körper sie genervt packt und hinüber bugsiert: er hört das Rumoren der nächsten Generation.
Der Tod ist wie jeder Schlusspunkt auch immer ein Anfang, und in diesem Sinne ein Übergang: für Gläubige in eine andere Welt, für Wissenschaftler in einen anderen Zustand und für Theaterleute in eine andere Phantasie.
In GAIA GAUDI geht es um Wurzeln und Flügel. Um Beständigkeit und Erneuerung. Um den grossen Strom von Generationen, die stetig das Leben weitergeben – und sich ab und zu auch auf die Köpfe hauen.
Diese Geschichte wird von einer Clownerin, einer Sängerin, einer Tänzerin und einem Perkussionisten erzählt - Überraschungen sind unausweichlich. So wie im wahren Leben.

Mitwirkende
Von/mit Gardi Hutter, Neda Cainero, Juri Cainero, Beatriz Navarro
Regie/Coautor Michael Vogel (künstl. Direktor: Familie Flöz)
Musik Juri Cainero, Neda Cainero
Choreographie Beatriz Navarro
Assistenz Heleen Klooker
Kostüm Valentina Rinaldi 
Masken Mafalda da Camara, Beatrice Hutter
Bauten Thomas Fri Freydl   
Team Coaching Marianne & Ivan Verny
Tour Technik Raffaella Benini, Rebecca Vonlaufen, Marius Kirch

In Koproduktion mit
Theater am Hechtplatz, Zürich
LuganoInScena (LAC Lugano) - Theaterhaus Stuttgart 

Grosses Haus

Das Grosse Haus ist das Herzstück des Theaters St.Gallen. Über 400 Mal hebt sich jährlich der Vorhang in dem Bau von Claude Paillard im Museumsviertel, in dem 741 ZuschauerInnen Platz finden.

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