1
April 2022
Freitag
19:30-21:15
Eliot Quartett
Beethoven Mendelssohn Schostakowitsch | Meisterzyklus-Konzert

 

    • Ludwig van Beethoven

      Streichquartett Nr. 1 F-Dur op. 18/1

    • Dmitri Schostakowitsch

      Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110

    • Felix Mendelssohn Bartholdy

      Streichquartett Nr. 6 f-Moll op. 80

     

    Besetzungs- und Programmänderung: Im 5. Meisterzyklus-Konzert der Saison wird das Eliot Quartett mit einem Programm von Beethoven, Mendelssohn und Schostakowitsch in St.Gallen zu Gast sein.

    Von den letzten Streichquartetten Beethovens liess sich der US-amerikanische Autor T.S. Eliot zu seinen vier Gedichten Four Quartets inspirieren. Und nach ebendiesem Autor benannte sich das in Frankfurt beheimatete Eliot Quartett. Doch nicht mit einem der späten Quartette Beethovens, sondern mit einem frühen, gar dem ersten kommt das mehrfach ausgezeichnete Ensemble im Rahmen der Meisterzyklus-Konzerte nach St.Gallen. Mit einem kontrastreichen Allegro con brio, das mal Energisches dann wieder Lyrisches exponiert, begeht Beethoven seinen ersten Gattungsbeitrag. Das sich anschliessende zarte, bisweilen verklärte Adagio gemahnt – laut einem Freund Beethovens – an die Grabesszene aus Shakespeares Romeo und Julia. Die flirrenden Tremoli und die Dringlichkeit des Ausdrucks in Felix Mendelssohn Bartholdys sechstem und letzten Streichquartett sind der Entrüstung und Trauer um seine soeben verstorbene Schwester geschuldet. Es ist ein impulsives Kammerstück, das einzig im dritten Satz an Haltung gewinnt: Das lyrische Adagio stimmt einen innigen Abgesang auf die geliebte Schwester an. Auch Dmitri Schostakowitschs achtes Streichquartett entstand aus der Bestürzung, der Bestürzung über die zerstörerische Kraft des Krieges. 1960 hielt sich Schostakowitsch einige Tage in Dresden auf. Der schauerliche Anblick der während des Zweiten Weltkriegs zerbombten Stadt veranlasste ihn dazu, innerhalb von nur drei Tagen sein achtes Streichquartett zu schreiben und es den «Opfern von Krieg und Faschismus» zu widmen. Durch das von Selbst- und Fremdzitaten durchwirkte Stück zieht sich überdies als klingendes Signet für den Komponisten die Tonfolge d-es-c-h. So gewinnt die ausdrucksstarke Musik eine äusserst persönliche Bedeutung.

    «Auf einen Drink mit dem Eliot Quartett» im Anschluss an das Konzert

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