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Februar 2021
Dienstag
20:00-22:00
Die Orestie
Tragödie frei nach Aischylos

Zum Stück

Am Beginn der europäischen Theatertradition steht mit der Orestie eine Trilogie, die von Recht und Gerechtigkeit, Schuld und Sühne, Moral und Tradition handelt. Über allem schwebt der Fluch der Atriden, nach dem Blut mit Blut vergolten werden muss, Ehebruch, Mord und zahllose Grausamkeiten sich nahezu zwanghaft wiederholen und Versöhnung unmöglich scheint.
Nach dem Sieg über Troja kehrt Agamemnon heim zu seiner Frau Klytaimestra. Er hatte bei der Abreise nach Troja seine Tochter Iphigenie opfern müssen, weswegen seine Frau ihm zur erbitterten Feindin wurde. Sie sinnt von da an sehnsüchtig nach Vergeltung für dieses Opfer und stiftet ihren neuen Mann Aigisthos, den Cousin von Agamemnon, an, diesen im Bad zu ermorden. Nun nimmt ein erbitterter Rachefeldzug seinen Lauf: Orest und Elektra,
die weiteren gemeinsamen Kinder, wollen Genugtuung für den Mord am Vater, und Orest richtet die eigene Mutter. Dafür erhalten sie zwar vom Volk Zuspruch, aber auch erzürnte Gegenspielerinnen in Form der von Klytaimestra herbeigerufenen Rachegöttinnen Erinnyen. Gott Apollon rät zu einem Gerichtsverfahren in Athen, wo die Stadtgöttin Athene mit ihrer Entscheidung dem Instrument der Blutrache eine neue Form der Rechtsprechung entgegensetzt. Der Fluch der Atriden ist gebannt, der Kreislauf aus Mord und Rache durchbrochen.
Die Orestie wurde um 458 v. Chr. in Athen uraufgeführt und geriet zum gefeierten Stück über die Geburt der Demokratie. In der Fassung von Regisseur Martin Pfaff stehen die Frage nach der Änderbarkeit der Verhältnisse und die Rolle des Theaters bei dieser Änderung im Vordergrund.

Besetzung

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