11
November 2018
Sonntag
19:30-21:50
Die Jahreszeiten
Oratorium von Joseph Haydn in einer Choreografie von Beate Vollack
Einführung um 19 Uhr

Zum Stück

In diesem weltlichen Oratorium verleiht Joseph Haydns Musik den Jahres- und Tageszeiten jenseits einer konkreten Handlung vielfältige musikalische Atmosphären, erzeugt Gefühle und Stimmungen. Ausgangspunkt einer tänzerischen Entdeckungsreise durch das Jahr ist eine Gemäldegalerie. Vielfältige Bilder aus unterschiedlichen Epochen und Stilen werden durch die
Musik und den Tanz zum Leben erweckt. Dem Frühling kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu: Er markiert das Ende von Kälte und Frost, die Rückkehr von Licht und Wärme und gleichzeitig auch die Zeit der Saat, deren Früchte man im Sommer oder Herbst ernten wird. Der Sommer mit seiner Hitze stellt eine Zeit des Stillstands dar, der Herbst beeindruckt durch unglaubliche Farben und aufbrausende Stürme, und der Winter fasziniert durch den Gegensatz von Kälte und hinreissender Schönheit. Das Wissen um das Gesetz dieser ewigen Wiederholung und zugleich der Unberechenbarkeit der Natur sind das Faszinosum, das Haydn mit seiner Komposition einfängt. Beate Vollack wird die Jahreszeiten in farbenfrohen und emotionalen Szenen auf die Bühne bringen.

Uraufführung: 24. April 1801, Palais Schwarzenberg Wien

Oratorium in vier Teilen von Joseph Haydn
Musik von Joseph Haydn
Libretto von Gottfried van Swieten

In deutscher Sprache

Koproduktion mit der Oper Graz

«Seht die Erde, seht die Wasser, seht die helle Luft!»

Besetzung

Zugabe

Presse

St.Galler Tagblatt

Heissa, hoppsa, lasst und springen - Beate Vollack folgt dem Ruf der Natur und lässt Haydns Oratorium "Die Jahreszeiten" in einer Gemäldegalerie aufblühen und reifen. Ein üppiger, verschmitzter Spielzeitauftakt am Theater St.Gallen.

Ostschweiz am Sonntag

Das Bild passt zur Verve und Üppigkeit, mit der die Tanzkompanie und die drei Vokalsolisten (Sheida Damghani, Nik Kevin Koch, Martin Summer) zwei Stunden lang die Liebe zur Natur auf die Bühne bringen. Ausstatter Jon Morrell schöpft dabei aus dem Vollen: Die ständigen Kostümwechsel fordern auch hinter der Bühne Beweglichkeit und Tempo.

Oper aktuell

Mit 19 Sängerinnen und Sängern relativ klein besetzt war der Chor des Theaters St.Gallen, doch was dieser Kammerchor an Farbigkeit und Klangentfaltung in den Lobpreisungen der Schöpfung und den Kommentaren zum idyllischen Landleben (wir sind im Zeitalter der Aufklärung, keine Klimaveränderung, kein Glyphosat-Skandal vermag die Stimmung zu trüben) ertönen liess, verdient höchstes Lob (Einstudierung: Michael Vogel). Akustisch war der Chor natürlich auch sehr vorteilhaft hinter den Gemälden der Bühnen-Rückwand platziert. Dadurch ergab sich auch im Zusammenspiel mit dem vortrefflich aufspielenden Sinfonieorchester St.Gallen unter der Leitung von Michael Balke eine perfekte klangliche Balance.

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Grosses Haus

Das Grosse Haus ist das Herzstück des Theaters St.Gallen. Über 400 Mal hebt sich jährlich der Vorhang in dem Bau von Claude Paillard im Museumsviertel, in dem 741 ZuschauerInnen Platz finden.

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