26
September 2019
Donnerstag
20:00-21:30
Die Anschläge von nächster Woche
Schauspiel von Thomas Arzt - Schweizer Erstaufführung

Zum Stück

Es zieht sich eine Spur des Terrors über die Welt, sie führt von Paris über Nizza und London nach Brüssel und Berlin. Armin Stummer war seltsamerweise bei jedem dieser Anschläge vor Ort. Wie kann das sein? Und gibt es einen Zusammenhang mit den Anschlägen, ist Stummer vielleicht sogar an allen Taten beteiligt?
Eigentlich wollte Stummer nur einen lockeren Job als Veranstaltungstechniker, erzählt er der Verfassungsschützerin Göttinger, die ihn in einer Silvesternacht zur Rede stellt. Doch seine Arbeit für den Künstler André Tartini ist mehr, als nur ein paar Lampen einzuschalten. An schwer zugänglichen, meist unterirdischen Orten zeigt Tartini seine mystische Show, in der die Zuschauer ihre Ängste formulieren und sich so von ihnen befreien können. Tartini sammelt und verwandelt sie in paradiesische Gewächse. Bis zum nächsten Anschlag.
Der österreichische Dramatiker Thomas Arzt geht in Die Anschläge von nächster Woche der Frage nach, wie Angst eine Gesellschaft prägt und ihre Mitglieder zerbrechen lässt. Der Umgang mit ihr wird zur zentralen Frage – und wo die Angst am stärksten ist, droht der nächste Anschlag. Sein Stück entstand als Auftragswerk für das Theater Heidelberg, wo es 2018 seine Uraufführung feierte.
Für die Schweizer Erstaufführung in der Lokremise St.Gallen hat das Team um Regisseur Matthias Rippert ein Bühnenbild entworfen, das aus dem Theaterraum ein Kino werden lässt, in dem sich die Geschichte mit Anleihen am film noir entwickelt. Es spielt das Schauspielensemble des Theaters St.Gallen.

Das Stück Die Anschläge von nächster Woche von Thomas Arzt ist als E-Book erschienen.
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«Die Bombe explodiert in jedem Fall.»

Besetzung

Presse

Schweizerische Depeschenagentur

Packendes Schauspiel

St.Galler Tagblatt

Was nach eingängigem Krimiplot klingt, ist weit mehr als ein Agententhriller. "Die Anschläge von nächster Woche" ist ein Schauspiel über eine überforderte Gesellschaft, die sich der Angst ausliefert, Rückzug und Heil im Privaten sucht - wenn nicht gar bei faschistoiden Gruppen, die aus der Angst Kapital schlagen.

Saiten

Oliver Losehand spielt den Stummer mit schmerzender Intensität als kleinen Fisch im Haifischteich der Mächtigen, im Klammergriff des dämonischen Tartini (Christian Hettkamp in bester Mephisto-Persiflage) und des zwielichtigen Michailov (Marcus Schäfer schillernd zwischen kalter Brutalität und Charme).

Neue Vorarlberger Tageszeitung

Ein raffiniertes, bildgewaltiges Stück.

Termine & Tickets

Lokremise

Im November 2008 haben die St.Gallerinnen und St.Galler einem Kulturzentrum in der Lokremise am Hauptbahnhof zugestimmt. Eröffnet wurde die neue Spielstätte des Theaters St.Gallen Mitte September 2010

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