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März 2019
Mittwoch
19:30-21:45
Der unsterbliche Kaschtschei / Die Nachtigall
Oper von Nikolai Rimski-Korsakow | Oper von Igor Strawinsky
Einführung um 19 Uhr

Zum Stück

Nachdem Igor Strawinsky den Sommer 1902 mit Nikolai Rimski-Korsakow und dessen Familie verbracht hatte, stand sein Entschluss fest: Er würde sein Jurastudium aufgeben und sich fortan nur noch der Musik widmen. Drei Jahre lang, bis zu seinem Tod, gab Rimski-Korsakow Strawinsky zweimal in der Woche Kompositionsunterricht. Mit Die Nachtigall führt Strawinsky die Tradition seines Lehrers fort, einen Märchenstoff zu einer Oper zu verarbeiten. Nach der Vorlage von Hans Christian Andersen erzählt Strawinsky von dem Kaiser von China, der vom Gesang der Nachtigall betört ist. Als eine künstlich konstruierte Nachtigall jedoch seine Aufmerksamkeit bannt, fliegt die echte Nachtigall davon. Doch nur sie kann den Kaiser vor dem Tod retten.
Rimski-Korsakows selten gespielte Oper Der unsterbliche Kaschtschei erzählt das russische Märchen des Bösewichts Kaschtschei, der seine Seele in die Tränen seiner Tochter gebannt hat, um dem Tod zu entgehen.

Der unsterbliche Kaschtschei (Kaschtschei Bessmertny)
Uraufführung: 12. Dezember 1902, Solodovnikow Theater Moskau

Oper in einem Akt
Musik von Nikolai Rimski-Korsakow
Libretto vom Komponisten nach einem Volksmärchen

Die Nachtigall (Solowei)
Uraufführung: 26. Mai 1914, Operá Paris

Oper in drei Akten
Musik von Igor Strawinsky
Libretto von Stepan Mitussow und dem Komponisten nach dem Märchen Des Kaisers Nachtigall von Hans Christian Andersen
 

«Komm her, sing mir ein Lied, erzähle mir wieder ein Märchen!»

Besetzung

Partner

Zugabe

Die Märchenwelt zweier russischer Kurzopern: Dramaturgin Caroline Damaschke im Einführungs-Trailer zu Der unsterbliche Kaschtschei und Die Nachtigall.

Presse

Roccosound

Märchenhaft gleich mehrfach: Die neueste Premiere im Theater St.Gallen überrascht mit zwei selten gespielten Märchenopern von Rimski-Korsakow und Strawinsky, und der Abend bezaubert mit märchenhaftem Gelingen in szenischer wie musikalischer Hinsicht.

Bachtrack

Dirk Schmedings bis ins kleinste Detail durchdachte und intelligent umgesetzte Inszenierung geht Hand in Hand mit dem ebenso hochwertigen musikalischen Niveau der Produktion. Er schafft es sowohl zu unterhalten, als auch nachdenklich zu machen ohne zu belehren, was diese beiden selten gespielten Stücke nicht nur umso hörens-, sondern auch sehenswerter macht.

St.Galler Tagblatt

Das ist kurzweilig und mitreissend für Ohr und Auge.

Saiten

Das Sinfonieorchester erweist sich wiederum als Spitzenorchester.

Schwäbische Zeitung

Vom gesamten Ensemble wird hervorragend gesungen. Allen voran die Hauptdarsteller Riccardo Botta als Kaschtschei sowie Ieva Prudnikovaite als Tochter und Tod. Und Modestas Pitrenas lässt Rimski-Korsakows als auch Strawinskys Musik in all ihrer Farbenpracht leuchen.

Neue Vorarlberger Tageszeitung

Interessant ist diese Kombination darüber hinaus, weil der junge Strawinsky ein Schüler Rimski-Korsakows gewesen war und die beiden Opern aber denkbar gegensätzlich in der Orchesterbehandlung sind. Und so unterschiedlich die beiden Inszenierungen auch sind, es gelingt dem Regisseur Dirk Schmeding doch auf verblüffende Weise, sie zusammenzuspannen.

Südostschweiz

Ähnlich die Situation im "Kaschtschei", wo die glühenden Farben und üppigen Harmonien manchen Dirigenten verführen mögen. Modestas Pitrenas dagegen dosierte klug, ohne die Musik in ihrer Wirkung auszubremsen, was wiederum den Sängern ermöglichte, mehr als nur ihre Forte-Stimme zu zeigen.

Vorarlberger Nachrichten

Eine runde Ensembleleistung.

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Grosses Haus

Das Grosse Haus ist das Herzstück des Theaters St.Gallen. Über 400 Mal hebt sich jährlich der Vorhang in dem Bau von Claude Paillard im Museumsviertel, in dem 741 ZuschauerInnen Platz finden.

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