Stefan Blunier

Der Schweizer Dirigent studierte in seiner Heimatstadt Bern und an der Folkwang Hochschule Essen Klavier, Horn, Komposition und Dirigieren. Nach Stationen an den Theatern von Mainz, Augsburg, Mannheim und beim Orchestre National de Belgique war er Generalmusikdirektor am Staatstheater Darmstadt und von 2008–2016 Generalmusikdirektor der Oper Bonn. Mit Produktionen wie Der Golem von Eugen d’Albert und Irrelohe von Franz Schreker sowie einer Reihe von CD-Aufnahmen verhalf er dem Beethovenorchester Bonn und dem Bonner Opernhaus zu überregionaler Aufmerksamkeit. Opernengagements führten ihn u.a. an das Grand Théâtre de Genève (Wozzeck und Der Zigeunerbaron), an die Oper Frankfurt (Lohengrin, Daphne, Tristan und Isolde und Carmen), die Staatsoper Hamburg (Dialogue des Carmelites) und an die Norske Opera Oslo, ausserdem ist er regelmässiger Gast an der Deutschen Oper Berlin. Die vergangene Saison eröffnete er mit einer Neuproduktion von Schrekers Der ferne Klang an der Königlichen Oper Stockholm. Bekannt für sein Interesse am Repertoire des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts sowie an zeitgenössischer Musik, leitete er Produktionen wie Das Spielwerk von Schreker, Szymanowskis Krol Roger, Cerhas Der Rattenfänger und die deutsche Erstaufführung von Saariahos L’amour de loin. Auch auf dem Konzertpodium ist er ein gern gesehener Gast und dirigiert führende Orchester in Asien und Europa, darunter nahezu alle deutschen Rundfunkorchester oder das Gewandhausorchester Leipzig. In der aktuellen Saison kehrt er mit Bizets Carmen an die Deutsche Oper Berlin sowie mit Strauss’ Salome an die Deutsche Oper am Rhein zurück. Konzertverpflichtungen führen ihn unter anderem nach Porto, Bern, München, Genf, St.Gallen und auf eine Tournee nach Belgien. Ab 2021 wird er Chefdirigent des Orquestra Sinfónica do Porto Casa da Música.