Sindri Lederer

Das Notos Quartett gilt als eine «der herausragenden Kammermusikformationen der Gegenwart» (FONO FORUM 09/2017). Seit seiner Gründung im Jahr 2007 wurde es mit sechs 1. Preisen sowie zahlreichen Sonderpreisen bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet. 2017 wurde ihm der ECHO Klassik als Nachwuchskünstler des Jahres verliehen. Als Reaktion auf die ECHO Pop-Verleihung im April 2018, in der ein Album mit antisemitischem und menschenverachtendem Gedankengut ausgezeichnet wurde, gaben die Musiker des Notos Quartetts als erste Künstler ihren ECHO wieder zurück. Zu den Lehrern und Förderern des Quartetts zählen u.a. das Alban Berg Quartett, das Mandelring Quartett, Clemens Hagen, Menahem Pressler und András Schiff. In der aktuellen Saison gibt das Notos Quartett Konzerte auf Tourneen in Australien, Südafrika und Hongkong sowie in Konzertsälen wie dem Konzerthaus Wien, der Tonhalle St.Gallen und dem Bruckner Haus Linz. Darüber hinaus wird es ihm gewidmete Werke von Komponisten wie Beat Furrer und weiteren zur Uraufführung bringen. Das Bestreben, neben den bekannten Meisterwerken auch vergessene Klavierquartett-Literatur aufzuspüren, spiegelt sich in der Debüt-CD Hungarian Treasures wider (Sony Classical/RCA 2017). Diese beinhaltet u.a. die Weltersteinspielung des Klavierquartetts von Béla Bartók, für dessen Wiederentdeckung das Ensemble weltweit grosse Anerkennung erlangte. Neben seiner Konzerttätigkeit setzt es sich auch für die Förderung junger Musiker ein. So gibt es Meisterkurse und führt die von ihm gegründete, jährlich stattfindende Notos Chamber Music Academy durch. Ermöglicht durch den Merito String Instruments Trust spielt das Notos Quartett auf wertvollen alten italienischen Streichinstrumenten.