Miguel Rincón

Die Accademia del Piacere ist eines der führenden Ensembles seiner Art in Europa – dank seiner innovativen Konzepte, der technischen Perfektion und Spielfreude der Musikerinnen und Musiker sowie der charismatischen Ausstrahlung seines künstlerischen Leiters Fahmi Alqhai. Davon zeugen die Einladungen u.a. an das Konzerthaus Berlin, die Philharmonie Köln, das Auditorio Nacional de Madrid, die Gulbenkian Foundation Lissabon, das Konzerthaus Wien, zum International Cervantino Festival Mexiko, dem MA Festival Brügge und vielen weiteren Festivals in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, der Schweiz und Spanien. Angefangen hat die Accademia del Piacere 2002 zunächst mit der Erarbeitung des reichen deutschen Gambenrepertoires aus dem 18. Jahrhundert, um sich bald alle Facetten des Repertoires zu erschliessen, so auch dem italienischen Seicento, dem das Ensemble mehrere mit Preise ausgezeichnete CD-Aufnahmen gewidmet hat: Le Lacrime di Eros von 2009 und Amori di Marte von 2011, basierend auf Monteverdis Il Combattimento. Mit der CD Les violes du Ciel et de l’Enfer (2011), womit es für den International Classical Music Award nominiert war, bewies das Ensemble seine Meisterschaft auch in der französischen Kammermusik Ludwigs XIV. 2011 entwickelte die Accademia del Piacere Las idas y las vueltas Von Hin- und Rückwegen, eine Verknüpfung von Flamenco-Musik mit Barockmusik in Zusammenarbeit mit dem Flamencosänger Arcángel. Es erhielt dafür bei der Flamenco Biennale Sevilla 2012 den Giraldillo-Preis. Ähnlich wegweisend ist das CD-Projekt Rediscovering Spain (2013). Hier wird die Leidenschaft und Ursprünglichkeit der Improvisation («glosas») wiederbelebt, die die faszinierende Musik Spaniens um 1600 charakterisiert und noch heute nachwirkt (ausgezeichnet mit dem Choc de Classica). 2014 folgte die Einspielung A piacere mit spanischer und französischer Musik, 2015 Cantar de Amor mit dem spanischen Tenor Juan Sancho. 2016 erschien das erste Solo-Album von Fahmi Alqhai mit Werken von J. S. Bach. Die Konzerte des Ensembles werden regelmässig live im Rundfunk übertragen und sind darüber hinaus in mehreren Fernsehproduktionen zu sehen.