Kooperationen

Erklärtes Ziel der Schauspielsparte unter der Leitung von Jonas Knecht ist es, zeitgenössisches Autorentheater zu fördern und jungen Autorinnen und Autoren die Möglichkeit zu bieten, sich mit aktuellen Themen auseinanderzusetzen. So kommt zu unserer Partnerschaft mit dem DRAMENPROZESSOR, einer schweizerischen Werkstatt für szenisches Schreiben, die Kooperation mit dem Stück Labor Basel hinzu, was uns für diese Spielzeit mit Maria Ursprung eine Hausautorin beschert.

Im Bereich der Nachwuchsförderung pflegt das Theater St.Gallen mit dem Schauspielstudio eine  enge Zusammenarbeit mit der Hochschule der Künste Bern sowie dem Theater Basel und Bern, mit dem Praktischen Jahr in der Tanzkompanie verbindet uns eine enge Kooperation mit der Zürcher Hochschule der Künste. 

Nicht zuletzt steht auch der Ausbau des Kinder- und Jugendtheaters auf der Agenda. So ist das Theater Partner von jungspund, dem ersten Schweizer Theaterfestival für Kinder- und Jugendtheater.
  • Stück Labor - Hausautorenmodell
    Im Jahr 2008 initiierte das Theater Basel ein Förderprogramm für Neue Schweizer Dramatik – das Stück Labor. Pro Spielzeit werden in diesem Kooperationsmodell HausautorInnen an renommierten Schweizer Theatern engagiert, deren Stücke im Folgejahr dort uraufgeführt werden. Seit der Spielzeit 2020/2021 ist das Theater St.Gallen Partner des Projekts und hat mit der Solothurnerin Maria Ursprung erstmals eine Hausautorin. Am Theater Basel übernimmt in der laufenden Spielzeit Anne Haug diese Funktion. Neben einem neu entstehenden Stück für ihr Gasttheater werden die beiden Hausautorinnen im engen Austausch mit den Häusern eigene Textformate entwickeln und so die schreibenden Kreativköpfe dieser Theater sein. Stück Labor koordiniert dabei die Anliegen der Projektpartner, sorgt für Vernetzung und Informationsaustausch und unterstützt die Schreibenden mit Workshops und Coaching.
     
    Vom 12. bis 14. Februar 2021 lädt das Theater Basel zu einem grossen AutorInnentreffen zum 10-jährigen Jubiläum von Stück Labor ein. Und am 19. Juni 2021 findet am Theater St.Gallen in der Lokremise ein Preview statt, an dem die entstandenen Texte der beiden Hausautorinnen in szenischen Lesungen und Mini-Performances vorgestellt werden.
    Weitere Informationen

    Maria Ursprung

    Maria Ursprung, geboren in Solothurn, studierte Theaterwissenschaft und Germanistik an der Universität Bern und der FU Berlin, später Literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut. 2008/2009 Dramaturgieassistentin und Gastdramaturgin am Theater Basel, später Regieassistentin am Thalia Theater Hamburg, wo erste eigene Regiearbeiten entstanden. Ihre Inszenierungen sind geprägt von der Suche nach dem Unheimlichen im Unauffälligen, nach leisem Humor in der Tragödie und nach Reduktion und Schärfe in der Sprache. Sie inszenierte unter anderem am Theaterhaus Jena, Staatstheater Darmstadt, Konzerttheater Bern und in der freien Szene Schweiz und Deutschland.
    Nebst Schauspiel erarbeitet sie szenische Konzerte mit Orchester oder Musikerensembles, beispielsweise am Lucerne Festival mit dem Alumni Orchester, in der Laeiszhalle Hamburg mit Jeffrey Tate oder im Radialsystem Berlin und auf Kampnagel Hamburg mit Patricia Kopachinskaja und dem Mahler Chamber Orchestra. Letzteres thematisierte Anachronismen im Konzertbetrieb und wurde zu diversen Festivals eingeladen, so zum Beispiel 2018 nach Ojai, Berkeley (US) und Aldeburgh (GB).
    Maria Ursprungs Stück Schleifpunkt, entstanden in der Werkstatt für Szenisches Schreiben DRAMENPROZESSOR 2018/2019, ist zu den Autorentheatertagen 2020 vom Deutschen Theater Berlin eingeladen und wird vom Schauspielhaus Graz uraufgeführt. Sie schreibt Theaterstücke, Hörspiele und Kurzprosa.
  • Dramenprozessor 2020/2021
    Der DRAMENPROZESSOR, eine Schweizer Werkstatt für TheaterautorInnen, wurde 2001 durch das Theater Winkelwiese Zürich ins Leben gerufen und hat sich mittlerweile zu einer der wichtigsten Plattformen des zeitgenössischen Autorentheaters entwickelt.
    Während eines Jahres erarbeiten die ausgewählten AutorInnen in enger Zusammenarbeit mit erfahrenen Fachleuten aus den Bereichen Regie, Schreiben, Schauspiel und Dramaturgie ein aufführungsreifes Theaterstück.

    Weitere Informationen
  • Schauspielstudio - Kooperation mit der HKB
    Seit der Spielzeit 2018/2019 kooperiert das Schauspiel des Theaters St.Gallen mit der Hochschule der Künste Bern (HKB). Im Rahmen dieser Kooperation erhalten pro Spielzeit jeweils zwei Studierende, die sich an der HKB im letzten Jahr ihres Bachelorstudiums befinden, einen praktischen Einblick in den Theateralltag. Dieses Praxissemester ist seit 2018 fester Bestandteil der Schauspielausbildung an der HKB. Neben St.Gallen sind die Theater Basel und Bern an der Kooperation beteiligt.
    Die Studierenden verstärken unser Ensemble, wirken in mehreren Produktionen mit und erarbeiten unter der Anleitung des Leitungsteams und des Ensembles mehrere Monologe. In der aktuellen Spielzeit erweitern Jeanne Le Moign und Moritz Andrea Bürge für ein halbes Jahr das Schauspielensemble.
    Jeanne Le Moign

    Jeanne Le Moign wurde 1995 in Lörrach geboren und wuchs in Basel und Freiburg i. Brsg. auf. Bereits als Kind spielte sie in verschiedenen Produktionen am Theater Basel sowie an der Kaserne Basel. Nach dem Abitur zog sie nach Brüssel und begann dort ein Studium in Kunstgeschichte und Archäologie an der Université Libre de Bruxelles, das sie 2017 mit einem Bachelor abschloss.
    Seit 2018 studiert sie Schauspiel an der Hochschule der Künste Bern, wo sie u.a. das musikalische Theater- und Konzertprojekt Heute Keine Band leitete und gemeinsam mit KommilitonInnen das Bachelorprojekt YES! (maybe) entwickelte.
    Moritz Bürge

    Moritz Bürge wurde am 1. Mai 1994 in Bern geboren. Mit 16 Jahren begann er intensiv zu tanzen und gründete verschiedene Tanzgruppen. Ab 2014 leitete er Tanzworkshops und war in Wettkämpfen und Shows auf der Bühne zu sehen. Durch das Mitmachen in einem Tanztheater gelangte er zum Theater und sammelte in diversen Jugendclubs Erfahrungen.
    Seit 2018 studiert Moritz Bürge Schauspiel an der Hochschule der Künste Bern. In dieser Zeit entwickelte er mit Kommilitoninnen und Kommilitonen eigene Inszenierungen, wie The Sun Also Rises und sein Bachelorprojekt Is there anyBODY? und spielte selbst mit. Neben der Schule gründete er die Compagnie tapdrumbreak, mit der er 2018 die Talentshow Apollo Night gewann. Darauf war er mit ihrer Produktion Studio X auf verschiedenen Bühnen zu sehen. 2019 spielte er in Ride the High (Regie Mathias Hannus) mit. Im Juni 2020 performte er in der Kunsthalle Zürich in what the world needs now von Nils Amadeus Lange. Im September 2020 wurde Moritz Bürge mit dem Studienpreis Schauspiel des Migros-Kulturprozent ausgezeichnet. 
     
  • Praktisches Jahr Tanz - Kooperation mit der ZHdK
    In Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule der Künste erhalten StudentInnen im Rahmen ihres Studiums des Bachelor of Arts in Contemporary Dance die Möglichkeit, in einem praktischen Jahr in der Tanzkompanie des Theaters St.Gallen Erfahrungen zu sammeln. Sie nehmen am Training und der Probenarbeit teil und treten in den Vorstellungen auf. So ist ein erfahrungsreicher Einblick in den Alltag einer Tanzkompanie möglich.
    Alessio Russo

    kommt aus Albenga/Italien. Als Kind begeisterte er sich für Modern Jazz Dance; mit 16 begann er seine Ballettausbildung parallel zum Architektur- und Designstudium in Imperia. Seit 2018 besucht er den Studiengang Bachelor of Arts Contemporary Dance an der Zürcher Hochschule der Künste, wo er u.a. bereits in Chrysalis von Winston Ricardo Arnon, in A.I. von Lorand Zachar sowie mit dem Solo Urge von Heinz Spoerli aufgetreten ist. Ausserdem hat er an Workshops israelischer Choreografen wie Nadav Zelner, Dor Mamlia, Idan Sharabi und Sharon Eyal teilgenommen. In der Spielzeit 2020/21 ist er im Rahmen seines Zürcher Studiums Praktikant in der Tanzkompanie des Theaters St.Gallen.
    Charlott Fischer-Wachsmann

    stammt aus Deutschland. Bevor sie sich dem Tanz zuwandte, war sie im Bereich der Rhythmischen Sportgymnastik tätig. Es folgte eine Grundausbildung an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden. Aktuell studiert sie an der Zürcher Hochschule der Künste. In Zürich sowie in Dresden trat sie im Rahmen ihrer Studien auf und arbeitete mit Choreografen wie Stephan Thoss, José Biondi, Gundula Peuthert, Heinz Spoerli, Gregor Zöllig, Winston Ricardo Arnon und Theresa Rothemberg zusammen. In der Saison 2020/21 ist sie im Rahmen ihres Zürcher Studiums als Praktikantin Teil der Tanzkompanie des Theaters St.Gallen.
     
  • jungspund
    Das Theater St.Gallen ist Partner von jungspund, dem ersten Schweizer Theaterfestival für Kinder- und Jugendtheater.

    Weitere Informationen