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Pinocchio

Kinderstück nach Carlo Collodi auf Schweizerdeutsch [5+]

  • Media: Pinocchio
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Aus einem Holzscheit schnitzt der alte Meister Geppetto eine Puppe und nennt sie – Pinocchio. Noch ehe sie fertig ist, passiert ganz Erstaunliches: Der kleine Kerl schneidet echte Grimassen, gibt Töne von sich und läuft, sobald seine eigenen Füsse geformt sind, schnurstracks aus der Werkstatt seines Vaters hinaus, dem Abenteuer Leben entgegen. Der aufgeweckte Pinocchio gerät in knifflige Situationen, begegnet sprechenden Tieren und märchenhaften Gestalten, lernt das Kasperle, einen hinterlistigen Fuchs und zum Glück auch die Fee mit den blauen Haaren kennen und muss bald erkennen: Lügen bringen nichts als Ärger ein.

Die erste der insgesamt sechsunddreissig Episoden um die berühmte eigensinnige Holzpuppe, die sich wünscht, ein echter Junge zu werden und  deren Nase vom Lügen länger wird, schrieb Carlo Collodi (1826-1890) im Jahr 1881. An einige Abenteuer kann sich der alte Tischlermeister Geppetto noch heute lebhaft erinnern. Wir sind hocherfreut, dass er sie unserem jungen Theaterpublikum selbst erzählen möchte.
 

Mit grosszügiger Unterstützung von

Ort | Studio des Theaters St.Gallen Zeit | 1 Stunde, keine Pause [Tickets]

Das Lügenmärchen

von Ernst Moritz Arndt

Ich will euch erzählen und will auch nicht lügen:
Ich sah zwei gebratene Ochsen fliegen,
sie flogen gar ferne –
sie hatten den Rücken gen Himmel gekehrt,
die Füsse wohl gegen die Sterne.

Ein Amboss und ein Mühlenstein,
die schwammen bei Köln wohl über den Rhein,
sie schwammen gar leise –
ein Frosch verschlang sie alle beide
zu Pfingsten wohl auf dem Eise.

Es wollten vier einen Hasen fangen,
sie kamen auf Stelzen und Krücken gegangen,
der erste konnte nicht sehen,
der zweite war stumm, der dritte war taub,
der vierte konnte nicht gehen.

Nun denkt sich einer, wie dieses geschah:
Als nun der Blinde den Hasen sah
Auf grüner Wiese grasen,
da rief es der Stumme dem Tauben zu,
und der Lahme erhaschte den Hasen.

Es fuhr ein Schiff auf trockenem Land,
es hatte die Segel gen Wind gespannt
und segelt im vollen Laufen –
da stiess es an einen hohen Berg,
da tät das Schiff ersaufen.

In Strassburg stand ein hoher Turm,
der trotzte Regen, Wind und Sturm
und stand fest über die Massen.
Den hat der Kuhhirt mit seinem Horn
Eines Morgens umgeblasen.

Ein altes Weib auf dem Rücken lag.
Sein Maul wohl hundert Meter weit auftat,
es ist wahr und nicht erlogen,
drin hat der Storch fünfhundert Jahr
seine Jungen grossgezogen.

So will ich hiermit mein Liedlein beschliessen,
und sollt es auch die werte Gesellschaft verdriessen,
will trinken und nicht mehr lügen:
Bei mir zu Land sind die Mücken so gross
Als hier die grössesten Ziegen.

St.Galler Tagblatt

Hans Rudolf Spühler hat alle Hände voll zu tun. 60 Minuten lang ist er Gepetto und Pinocchio, Grille, Kasperle und Krokodil, Fuchs und Kater, gute Fee et cetera – und immer mit sich selbst im Dialog. So kommt es, dass der kleine Holzkopf neben ihm von Anfang an Gefühle zeigt. Neugier, Unmut, Lust auf Essen, Trinken, Schlafen, Spielen – das alles kann man von Spühlers Miene ablesen. Und das besonders gut, weil sich Spühler mit dem Pinocchio Mühe geben muss: Redet der «Schnuderbueb» doch glatt Hochdeutsch! Bloss, weil er aus deutscher Eiche ist. [...] Überhaupt setzt die Regie aufs Einfache, verzichtet weitgehend auf die Effektekiste. Nur Nebel, der muss sein – für die Fee. [...] Hat er sich gelichtet, erfreut man sich umso mehr an Hans Rudolf Spühlers darstellerischer Vitalität, an seiner nicht nachlassenden Erzähllust und an den springlebendigen Rollenwechseln. Ungelogen!


Ostschweiz am Sonntag

Das alles spielt und erzählt Hans Rudolf Spühler ganz allein, mit einfachen Mitteln und so, dass wir immer neugierig darauf sind, wie es weitergeht mit dem Pinocchio.