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Peter Pan

Familienstück nach James Matthew Barrie [6+]

  • Media: Peter Pan
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Wer kennt nicht die phantastische Geschichte von Peter Pan, dem Jungen, der niemals erwachsen werden will? Er lebt im Nimmerland, einem Ort, an dem man nur an etwas glauben muss, damit es passiert. Er ist der Anführer der verlorenen Jungs, die aus dem Kinderwagen gefallen sind und die niemand vermisst. Sie leben ein aufregendes Leben zwischen Nixen, Indianern, Feen und gefährlichen Piraten. Doch manchmal haben sie Sehnsucht nach Geschichten, wie sie Mütter ihren Kindern erzählen. Aber Mütter gibt es nicht im Nimmerland.
So fliegt Peter auf der Suche nach Geschichten durch die Nacht und landet eines Abends vor einem Fenster der Familie Darling. Er lauscht den wunderbaren Märchen, die Wendy ihren jüngeren Brüdern erzählt. Peter lädt die Kinder ein, ihn ins Nimmerland zu begleiten. Ein wenig Feenstaub – und schon fliegen alle einem unglaublichen Abenteuer entgegen …
Barrie schrieb seinen Erfolgsroman Peter Pan erst 1911, nachdem die Uraufführung des gleichnamigen Theaterstücks 1904 ein grosser Erfolg geworden war. Er schuf damit eine Figur, die bis heute Kinder und Erwachsene aus aller Welt in ihren Bann zieht.

Die Produktion wird in grosszügiger Weise unterstützt von

und

Ort | Grosses Haus Zeit | 2 Stunden inkl. Pause [Tickets]

St.Galler Tagblatt

Erwachsen werden will Peter Pan nicht: Der ewige Junge, der schon am ersten Tag nach der Geburt seinen streitenden Eltern weggelaufen war und nun als fliegender, fröhlicher Zauberjunge in seiner Phantasiewelt lebt. Aber keine Angst: Das Familienstück des Theaters St.Gallen grübelt aus dem Kinderklassiker nicht die möglichen tragischen Elemente hervor. Nein, diese Inszenierung ist eine zauberhafte Spielanleitung für das eigene Kinderzimmer: ein grosses, putzmunteres Vergnügen, das ohne pädagogischen Zeigefinger auskommt. Passend dazu ruft Dramaturgin Anja Horst den Kindern zu Beginn von der Bühne her zu: «Stillsitzen müsst ihr heute im Theater ausnahmsweise nicht, auch wenn eure Eltern das euch vorher gesagt haben.»

Schon die Anfangsszenen im Kinderzimmer der Familie Darling zeigen die pure Lebenslust einer glücklichen Familie: Die Kinder Wendy (Tabea Buser) und John (Tobias Graupner) springen und balgen übermütig, die warmherzige Mutter (Diana Dengler) hat viel Verständnis für die Phantasiewelt der Kinder und fördert diese sogar, der ungeschickte Vater (Matthias Albold) ist ein ungemein netter Kerl, dem man sogar für die Verbannung des Kindermädchen-Hundes Nana nicht böse sein kann. Kay Kysela, der auch als Erzähler wirkt, hat hier die erste seiner beiden Paraderollen: Unter der Hundemaske verwandelt er sich jaulend in die knuffige, melancholische Bulldogge. Später rollt, stolpert und rabaukt er als pummelige Riesenhummel auf der Bühne, spielt und japst und schmollt als eifersüchtige Fee Klingklang. Wer Peter Pan im Disney-Film gesehen hat, prustet los. Denn dort war Klingklang ein winziges Feenfräulein.

Auch andere sind in drolligen Doppelrollen zu sehen: Herrlich, wie Diana Dengler und Matthias Albold von ihrer Elternrolle flugs ins Kostüm trotteliger Piraten wechseln oder wie Christian Hettkamp, den man bereits unter dem schwarzen Peter-Pan-Schattenkostüm vermutet hatte, später als «verlorenes Kind» Tütchen in Nimmerland sein Schmetterlingsnetz schwingt. Pralle Unbekümmertheit verkörpert Jessica Cuna als Peter Pan. Sogar vor Bruno Riedls Kapitän Haken braucht man sich nicht ernstlich zu fürchten. Der zeigt seine gesunde Hand immer wieder unter dem Haken. Ist also alles nur Spiel. Darum scheint die Kinderphantasie geradezu unverletzlich in dieser Inszenierung, die auf die Indianer-Episoden mit dem Scheiterhaufen verzichtet und in der das Krokodil nur als Schattenspiel erscheint. Das Ticken seiner verschluckten Uhr aber bleibt gut hörbar, zum Ärger des Kapitäns Haken und zum Gaudi der Zuschauer. Diese Inszenierung setzt also weniger auf die Problematisierung des Erwachsenwerdens als auf die pure Spielfreude.

Eine Hauptrolle spielen Bühne und Kostüme: absolut kinderzimmertauglich. Beim St.Galler Peter Pan ist fast alles aus Karton: Das Piratenschiff, Peter Pans Umhängetasche, Spitzchens Ritterrüstung, ganz zu schweigen von der Sonne und den Bäumen in Nimmerland. Sieht so aus, wie man es auch im Kinderzimmer auf- oder eben nachbauen könnte. Das Programmheft ist denn auch Bastelbogen und Würfelspiel. Und das Meer? Na, die eifersüchtigen Nixen tauchen in einem Haufen hüpfender Luftballons auf. Fertig ist das gebastelte Bühnenbild. Mehr brauchen Kinder nicht, um sich in eine Phantasiewelt einzuleben. Da fühlen sich nicht nur Kinder wohl, auch als Erwachsener spürt man gleich wieder das Kind in sich. Und das hatte ja auch James Matthew Barrie im spätviktorianischen Jahr 1904 im Sinn, als die Sphären von Kinderphantasie und Erwachsenenwelt um einiges schärfer getrennt waren als heute.

 

Junge Theaterkritiker (Eva Ammann)

«Glaubt ihr an Feen?», fragt Peter Pan die Kinder im Publikum. «Ruft ganz laut ja!». Es folgt ein ohrenbetäubendes Gekreische. Die Kinder haben somit gerade die durch Kapitän Haken vergiftete Klingklang (Kay Kysela) gerettet. Die Fee, die stets an Peters Seite zu sehen ist, scheint für die Kenner der verschiedenen Filme und Bücher verändert. Die Kinder haben Spass daran, Klingklang zuzusehen, wie sie mit ihrem gut-genährten Feenkörper tollpatschig über die Bühne hopst oder sich mit ihrer piepsigen Stimme beschwert. [...] Der St.Galler Peter Pan verwandelt eine Moralgeschichte des Erwachsenwerdens und der Suche nach Identität zu einem Schauspiel voll Witz und Schabernack. [...] Peter Pan wird von der Ausstatterin Mareile Krettek in ein einziges Kinderzimmer umgestaltet. Das fällt nicht nur zu Beginn im Kinderzimmer der Familie Darling auf, sondern auch am Bühnenbild und an den Kostümen: fast alles ist aus Karton – die Feenflügelchen von Klingklang, Spitzchens Ritterrüstung oder das Piratenschiff von Kapitän Haken. Die Bühne ist eine reine Kartonlandschaft. Das Theater St.Gallen zeigt den Kindern, wie vielfältig einsetzbar Karton ist und animiert sie dazu, selber mit Karton zu basteln. [komplette Kritik]