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Minguet Quartett | Mozart | Ligeti | Brahms

3. Meisterzykluskonzert mit Werken von Mozart, Ligeti und Brahms

  • Media: Minguet Quartett
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Dienstag, 14. Februar 2017
19.30 Uhr | Tonhalle

Minguet Quartett
Ulrich Isfort Violine
Annette Reisinger Violine
Aroa Sorin Viola
Matthias Diener Violoncello

Gérard Caussé Viola

Wolfgang Amadeus Mozart | Streichquintett C-Dur KV 515
György Ligeti | Streichquartett Nr. 1 Métamorphoses nocturnes (1954)
Johannes Brahms | Streichquintett G-Dur op. 111

Mit freundlicher Unterstützung von

Freundeskreis Sinfonieorchester St.Gallen

Ort | Tonhalle [Tickets]

Wolfgang Amadeus Mozarts Streichquintett C-Dur KV 515 entstand im Jahr 1787. Anfang dieses Jahres konnte der Komponist in Prag grosse Erfolge mit seiner Oper Le Nozze di Figaro feiern und im Herbst den Don Giovanni ebendort und ebenso umjubelt aufführen. Zudem fällt der Tod seines Vaters Leopold Mozart sowie ein Umzug seiner Familie innerhalb Wiens auf dasselbe Jahr. Trotz dieser umfangreichen Opern und der turbulenten Zeiten entstanden überaus bedeutende „Nebenwerke“, darunter zwei grossartige Streichquintette: Eines davon ist dieses C-Dur-Streichquintett mit dem wohl umfassendsten Sonaten-Allegro vor Beethoven und als direkte Inspirationsquelle für Schuberts berühmtes C-Dur-Quintett!

György Ligetis Streichquartett Nr. 1 trägt seinen Namen Métamorphoses nocturnes aus gutem Grund: Eine Abfolge von vier Tönen fungiert als sich immer weiterspinnende und kontinuierlich verändernde Keimzelle dieses einsätzigen Werks. Aber auch die ausgiebige Chromatik und die Dissonanzen erzeugen eine neblig-düstere, zuweilen aber auch verspielte oder gar groteske Nachtatmosphäre. Aufgeführt werden konnte das Werk im Ungarn der 50-er Jahre noch nicht, aber nach Ligetis Emigration nach Wien und dem Erscheinen seines zweiten Quartetts, erhielt auch dieses Streichquartett die Wertschätzung, die es verdient!

Johannes Brahms schrieb nach Vollendung seines Streichquintetts G-Dur op. 111 an seinen Verleger: „Mit diesem Brief können Sie sich von meiner Musik verabschieden, denn es ist sicherlich Zeit zu gehen.“ Hätte er nicht den Klarinettisten Richard Mühlfeld kennen gelernt, für den er noch vier weitere Kammermusikwerke komponierte, hätte er mit diesem Quintett 1890 wohl sein letztes Werk vollendet. Mit fast orchestralem Anspruch schöpft Brahms hier die klanglichen Möglichkeiten des Streichquintetts vollkommen aus, das Spätwerk ist durchdrungen von jugendfrischem Geist und nachdenklich-herbstlicher Melancholie!