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Macbeth

Oper von Giuseppe Verdi

  • Media: Macbeth
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Eine Prophezeiung beschwört Aufstieg und Fall eines Politikers im Kriegsgeschehen. Aus Mut wird Übermut, aus Überzeugung Fanatismus und aus ambitionierten Strategen werden Diktatoren. Diesen Spannungsbogen meisselt Giuseppe Verdi aus William Shakespeares Tragödie um den schottischen König Macbeth, indem er die politische Handlung ins Zentrum seiner Oper rückt. Der Krieg zwischen England und Schottland erweitert sich zu einer Tyrannei im eigenen Land und wird schliesslich auch in den vier Wänden der beiden Machthaber ausgetragen. Die Ehe der Macbeths, aus opportunistischen Motiven geschlossen, endet in einer krankhaften Sucht nach mehr Blut, mehr Macht, mehr, mehr, mehr…
Die Vertonung des Shakespeare-Stoffes war Komponist Giuseppe Verdi ein persönliches Anliegen. Seine Oper konzentriert sich auf die politischen Prozesse und kommt ohne eine einzige Liebesarie aus. Besonders wichtig ist Verdi der künstlerische Ausdruck der Sänger, den er dem virtuosen Gesang des Belcanto vorzieht.
Regisseur Aron Stiehl und Bühnenbildner Antony McDonald verorten Macbeth und die Lady im England der 1940er Jahre, in den letzten Tagen des zweiten Weltkriegs. In der vermeintlich sicheren Kommandozentrale entscheiden die Machthaber über Leben und Tod ihres eigenen Volkes. Wie im Rausch verlieren sie den Bezug zur Realität und fallen ihrem Fanatismus schliesslich selbst zum Opfer.

Einführung in die Oper jeweils 30 Minuten vor der Vorstellung - um 19 Uhr.

Wer singt wann?


Mit grosszügiger Unterstützung von
Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater

Ort | Grosses Haus Zeit | ca. 2 Stunden 50 Minuten inklusive einer Pause [Tickets]


Südkurier

Was aus dem Trichter der perspektivisch übersteigerten Guckkastenbühne dringt, was Chor, Orchester und bis in die Nebenrollen hervorragend besetzte Solisten unter Leitung von Pietro Rizzo leisten, das hat einen Spannungsbogen und eine klangliche Wucht, die einen nachgerade umhaut. [...] Paolo Gavanelli und Mary Elizabeth Williams geben das ehrgeizige Herrscher-Paar. Beide sind nicht zum ersten Mal in St. Gallen, beide bringen gesanglich und darstellerisch die Klasse für das Stück mit, das ohne Liebesduett auskommt. Es geht um Ehrgeiz, Macht, Reue, Wahnsinn. Wie es den beiden Hauptdarstellern gelingt, da die Nuancen zu verschieben, wie die Machtgier zunehmend auch Macbeth ergreift, wie die Lady von der sagenhaft arroganten Matrone zur Wahnsinnigen mit Waschzwang wird, ist richtig gutes Theater. Dazwischen liegen furios gesungene Arien, satter Bariton, große Sopran-Dramatik. Flankiert werden sie von so souveränen Kollegen wie Steven Humes, der den Banquo fabelhaft gibt.

NZZ

Für Höhepunkte [...] sorgten die Statisterie und der reich besetzte Chor, dessen Part von Michael Vogel einstudiert wurde: Mit gewitztem szenischem Spiel und absolut überzeugendem musikalischem Auftritt waren sie als Akteure wesentlich in dem Stück. Und nicht zuletzt agierte das Sinfonieorchester St. Gallen unter der Leitung von Pietro Rizzo sehr lebendig und verlieh den einzelnen Szenen einen klanglich angemessen differenzierten Ton.

Der Landbote

Und es ist Musik: Die Fantastik der Hexen, ihre Bizarrerie und ihre geheimnisvolle Schicksalsmacht geben dem Stück seine spezifische Signatur und fordern Chor und Orchester heraus. Was sie unter der musikalischen Leitung von Pietro Rizzi leisten, ist hervorragend in jeder Beziehung und gerade auch hier, wo es sich um ein präzis zugespitztes, wendiges, dynamisch weit gefächertes und rhythmisches Powerplay handelt. [...] Paolo Gavanellis Stärke liegt aber gerade auch in der dramatischen Wucht des vollen Körpereinsatzes für Macbeth, das Format für die intime Kantilene des getriebenen und verstörten Machtmenschen gewinnt er aber berührend in der finalen Arie, in der Macbeth seine triste Lebensbilanz zieht. [...] Mit ihrer Powerstimme macht Mary Elizabeth Williams die Lady effektvoll zur dominanten Figur, als die sie Verdi in Szene setzt, fulminant ihr erster Auftritt.

St.Galler Tagblatt

In einer eindringlichen Inszenierung bringt Aron Stiehl Verdis «Macbeth» auf die Bühne des Theaters St. Gallen. Überragend Paolo Gavanelli als Macbeth und Mary Elizabeth Williams als seine Lady, überragend die Chöre. [...] Zuallererst beeindruckt aber, was Aron Stiehl in der St. Galler Inszenierung aus dieser Wahnsinnsszene macht. Nie kommt die Lady bei ihm zur Ruhe. Kaum liegt sie im Bett, treibt es sie wieder hinaus aus ihrer düsteren Kammer, zum Waschbecken. Und in den abgerissenen Phrasen ihres Gesangs tauchen all die blutigen Taten auf, die sie mit ihrem Gemahl zusammen geplant und begangen hat.