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lokomotion

Tanzkompanie des Theaters St.Gallen und Cinevox Junior Company

  • Media: lokomotion
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Tänzerinnen und Tänzer der Tanzkompanie des Theaters St.Gallen sowie die Cinevox Junior Company präsentieren auf Einladung der Leiterin der Tanzkompanie des Theaters St.Gallen, Beate Vollack, ihre neuen Stücke in der Lokremise.
Der eingedeutschte Begriff Lokomotion leitet sich vom englischen Wort locomotion für Fortbewegung ab und steht für eines der aktuell am ehrgeizigsten untersuchten Forschungsgebiete der Bionik. Wobei die Bewegungsforschungen der jungen Nachwuchs-Choreografen in der St.Galler LOK sicher auch die eine oder andere aberwitzige, extravagante und verrückte, immer wieder gecoverte und besungene loco-motion beinhalten werden. Alles ist bei lokomotion erlaubt. Solange es der künstlerischen Fortbewegung und Weiterentwicklung dient.

Ort | Lokremise Zeit | ca. 100 Minuten, eine Pause [Tickets]

Was bewegt junge Choreografen?

Beate Vollack hat die Choreografen von lokomotion zu ihren Konzepten befragt.

 

Robina Steyer

Als Grundlage für meine Choreografie dient die Arie What Power Art Thou aus der Oper King Arthur von Henry Purcell aus dem Jahre 1691. Der Sänger bittet Cupido, ihn wieder gefrieren zu lassen. In meiner Choreografie treten sich ebenfalls von Kälte beherrschte Darsteller gegenüber. Mit der ersten Berührung werden die zwei Körper zu einem. Erst langsam entwickelt sich eine Harmonie der Zweisamkeit. Doch gibt es wirklich Beständigkeit in der Zweisamkeit?

Meine Wahl für dieses Stück fiel auf Geneviève O'Keeffe und Emily Pak. Sie besitzen meiner Meinung nach eine ähnliche Bewegungssprache, die das Bild der Einheitlichkeit eines Körpers aus zweien tänzerisch untermauert.

 

Emmanuel Gázquez

Was macht Menschen zu einem Genie? Was ist das Besondere an einer genialen Person? Welchen Preis zahlt ein genialer Kopf für seinen Weg, den er gehen muss? Und was sind die Früchte? Die Antwort hält der Schriftsteller Charles Bukowski in seinem Gedicht Roll the Dice bereit: «Einsamkeit ist ein Geschenk.»

Die melancholische Musik von Peteris Vasks erinnert mich an einen nicht enden wollenden Schrei. Die daraus resultierenden Emotionen eigneten sich, meine Gedanken in Bewegung zu transformieren.

Ich habe eine Tänzerin und zwei Tänzer gewählt, die mich für meine Thematik inspirieren. Die Anzahl der Künstler steht für mich auch für drei Pfeiler der Auseinandersetzung mit dem Geniebegriff: der Mensch und seine Ratio, Talent und Leidenschaft und das Verrückte oder Pathologische.

 

Jens Trachsel

Die Inspiration für mein Stück habe ich von Naturvölkern bekommen. Bei ihnen ging es vor allem darum zu überleben, man musste für Essen sorgen, sich fortpflanzen und schlafen. Ähnlich will ich bewegungstechnisch auf das Wesentliche achten. Man braucht kein Ausschmücken von Bewegungen, damit etwas interessant wirkt, ein natürlicher Bewegungsfluss genügt.

Auch in Bezug auf die Musik habe ich mich an Naturvölkern orientiert und mich für Instrumente wie Didgeridoo, Hang und Trommeln entschieden.

Mit Katharina Platz habe ich schon in der Vergangenheit zusammengearbeitet, und ich möchte unser künstlerisches Schaffen vertiefen.

 

Lorenzo Ruta

Ich bin selbst eher pessimistisch, aber ich denke, in jeder Persönlichkeit liegen eine positive und eine negative Seite, und deshalb sind wir manchmal optimistisch und manchmal pessimistisch. Ich bin überzeugt, dass wir versuchen müssen, die positive Seite auszuleben, weil Optimismus das Geheimnis eines glücklichen Lebens ist. Man darf nicht zu viel nachdenken, man muss die Dinge so akzeptieren, wie sie kommen.

Ich habe dazu verschiedene Musiken ausgesucht, von deren Kombination ich glaube, dass sie mich repräsentieren. Da es ein Selbstportrait ist, in dem ich meine beiden Seiten zeigen will, tanze ich selbst.

 

Stefanie Fischer und Robina Steyer

Uns verbindet seit vielen Jahren unsere künstlerische Arbeit, woraus sich auch eine Freundschaft entwickelte. Unsere Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein, und dies bildet die Grundlage für unser erstes gemeinsames Stück, denn aus ihnen resultieren eine positive und eine negative Sichtweise auf Ereignisse. Trotz der immer gleichen Ausgangssituation entscheidet der Blickwinkel den Verlauf der Geschehnisse. Ein Mosaik populärer Songs verstärkt zusätzlich die extremen Sichtweisen.

 

William John Banks

Das Thema der japanischen Rundfunkpropaganda-Sprecherin Tokyo Rose ergab sich aus meinem Interesse an der Geschichte des Zweiten Weltkriegs. Mich fasziniert, wie stark Propaganda auch heute wieder ist. Die verwendete Musik hatte ich schon seit fast zehn Jahren. Ihre Dynamik und Energie berühren mich stark, und als ich das Thema meiner Arbeit gefunden hatte, wusste ich sofort, dass dies das perfekte Stück dafür sein würde.

Zwei Faktoren waren bei der Besetzung für mich ausschlaggebend: Erstens konnte ich die Tänzer sofort in den sehr speziellen Figuren von Tokyo Rose sehen. Ausserdem habe ich diese drei Tänzer aufgrund der positiven Energie auf einer persönlichen Ebene ausgewählt.