Fettes Schwein
Schauspiel von Neil LaBute
Helen ist Toms Traumfrau: Sie ist charmant, witzig, intelligent und schlagfertig. Doch Helen passt nicht in das gängige Schönheitsideal. Sie ist dick. Daher hält Tom seine Beziehung geheim. Als sein Freund dennoch ein Foto von Helen zu Gesicht bekommt, verbreitet er die Neuigkeit. Auch Toms Ex ist fassungslos. Sie kann nicht nachvollziehen, was Tom an diesem „fetten Schwein“ findet. Aber Tom ist verliebt, und dennoch lässt er sich immer mehr vom Konformitätszwang verunsichern. Eine Liebesgeschichte, die weder an Kalorien noch an Witz und Ironie spart.
Publikumsgespräch nach den Schulvorstellungen.
Ermässigungen für Menschen bis 25 Termine Schulvorstellungen
- Inszenierung Veit Güssow
- Bühne Daniela Kerck
- Kostüme Marion Steiner
- Tom Romeo Meyer
- Helen Bettina Schwarz
- Carter Clemens Berndorff
- Jeannie Andrea Haller
«Über die Hälfte der Frauen zwischen 18 und 25 würde es vorziehen, von einem LKW überfahren zu werden, als dick zu sein, und zwei Drittel hätten lieber einen schlechten Charakter oder wären dumm als dick.»
Gaesser, Glenn A., PhD, Big Fat Lies: The truth about your weight and your health. Gurze Books, 2001.
www.gewichtsdiskriminierung.de
Dieses Problem hat Helen, die Dicke in „Fettes Schwein“ von Neil LaBute, zum Glück nicht mehr. Helen kommt prima mit sich und ihrer Körperfülle zurecht. Ausserdem ist sie klug, charmant und ungeheuer witzig. Tom, der Helen in einem Restaurant kennen lernt und von ihr in ein Gespräch verwickelt wird, wie er es so mit anderen Mädels noch nie geführt hat, kann gar nicht umhin. Er ist sofort hingerissen von dieser attraktiven, spannenden jungen Frau. Und auch Helen findet Tom toll.
Das Problem haben die anderen.
Als Kollege Carter und Exfreundin Jeannie von den Ausmassen von Toms neuer Freundin Wind kriegen, geht die Lästerei über ihn und sein „Fettes Schwein“ auch schon los. Dicke sind nun mal nicht angesagt.
Tom gerät zusehends unter Druck, es wird immer schwieriger für ihn zu seiner Traumfrau zu stehen, die nicht den Vorstellungen seiner Umgebung entspricht. Dabei ist er kein dünner Vollidiot, er ist einfach unsicher.
„Fettes Schwein“ ist eine zarte und freche Geschichte über zwei, die sich gefunden haben und versuchen sich aufeinander einzulassen.
Das Stück legt aber auch die absurden Regeln einer Gesellschaft offen, in der Attraktivität und Erfolg unmittelbar mit einer schlanken, Body-Mass-Index konformen Superfigur verknüpft wird.
Und das Schauspiel von Neil LaBute konfrontiert uns mit keinen geringeren Fragen als:
Was wiegt mehr? Die Liebe zu einer Frau oder meine Stellung in der Gesellschaft?
Wie wichtig ist mir das, was die anderen von mir halten?
Kann ich zu mir selbst stehen?
Südkurier
«Es ist der Abend von Bettina Schwarz, dieser quirligen, ungemein beweglichen Schauspielerin, die allein schon durch ihre Präsenz den Raum beherrscht und ihren Körper in seiner ganzen Fülle einsetzt. Ihr Lachen lässt ihre schmalen Augen noch schmaler werden und ihr ganzes Gesicht strahlen, doch unvermittelt zieht es sich etwas zusammen, huscht ein leichter Schatten darüber hin, eine Spur von Verletzlichkeit, ein Nachklang früherer Verwundungen: Jeder kleinste Wechsel der Gefühle spiegelt sich in ihren Zügen, wird sichtbar, noch bevor sie zu reden beginnt. Bettina Schwarz und ihre Helen machen einen spannenden Theaterabend zu einem bewegenden Erlebnis.»
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St.Galler Tagblatt
«Regisseur Veit Güssow gelingt aber vielmehr eine eindringliche Studie über menschliche Verhaltensweisen. Güssow umschifft die Tendenz zum Melodram, er zeichnet Helen als emanzipierte und selbstvewusste Frau, die sich ihrem «Handicap» stellt und ihrn Freund herausfordert.»
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Sda
«Die Schweizer Erstaufführung, inszeniert von Veit Güssow, geht unter die Haut.»
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Liechtensteiner Volksblatt
«...entzückend selbstbewusst und dennoch verletzlich verkörpert von der wirklich nicht zu übersehenden Bettina Schwarz...»
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