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The Fairy Queen

Semioper von Henry Purcell

  • Media: The Fairy Queen
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«Kommt, kommt, Elfen kommt, zum Tanz erscheint!»

Nach der ergreifenden Alcina von Georg Friedrich Händel kommt ein weiteres Meisterwerk der barocken Oper im Theater St.Gallen zur Aufführung. Henry Purcells Bühnenspektakel The Fairy Queen aus dem Jahr 1692 ist eine Bearbeitung von Shakespeares Ein Sommernachtstraum. Aus dem Ensemble des Theaters St.Gallen hauchen sowohl Sänger, Schauspieler als auch Tänzer diesem barocken Juwel Leben ein.

In der Oper werden die Irrungen und Wirrungen des nächtlichen Feenspuks besungen, beunruhigende Träume werden Wirklichkeit, und nur die aufgehende Sonne bringt zum Schluss Gewissheit in die durcheinandergeratenen Gefühlswelten dieser Mittsommernacht.

Ort | Grosses Haus Zeit | 3 Stunden [Tickets]

The Fairy Queen wurde 1692 am Queen’s Theatre, Dorset Garden, in London uraufgeführt. Die Oper stellt eine ambitiöse Bearbeitung von Shakespeares Sommernachtstraum im Stil der Opernmode des späten 17. Jahrhunderts dar. Gesungene Teile, die den Schauspieltext allegorisch kommentieren, wechseln sich mit grossen Tanz- und Chorszenen ab. Purcell komponierte üblicherweise für die Sänger und Schauspieler unterschiedliche Musik. In The Fairy Queen ist die Trennung von Schauspiel und Opergesang allerdings so strikt, wie sonst in keinem seiner Werke.

Die Oper wurde für die United Company produziert, deren Leiter und umtriebiger Impressario Thomas Betterton war. Die Uraufführung fand am 2. Mai 1692 mit der Musik von Henry Purcell und Choreografien von Josias Priest statt. Die Namen der Ausstatter, Schauspieler und Tänzer sind nicht bekannt, hingegen jene der Sänger. Bis im Juni wurde die sehr aufwendige Produktion gespielt und in der darauffolgenden Saison, 1693, fand eine Wiederaufnahme statt.  Es ist überliefert, dass Logen für Queen Mary und ihre «Maids of Honour» reserviert waren für einen Besuch der Vorstellung am 16. Februar 1693. Danach sind keine weiteren Vorführungen überliefert. Purcells Partitur galt bei seinem Tod 1695, also nur zwei Jahre später, als verloren und wurde erst 1900 wieder entdeckt.

In der englischen Geschichte wird die Zeit zwischen 1660 und 1689 als Restauration bezeichnet, als die Könige Karl II. und Jakob II. aus dem Haus Stuart die Monarchie wieder herstellten, nachdem sie während des Englischen Bürgerkriegs abgeschafft worden war. Dies war möglich, da sich das Regierungssystem von Oliver Cromwell als nicht tragfähig erwies. Der Machtkampf mit den Stuarts dauerte aber fort und 1689 errangen die Gegner des königlichen Absolutismus den Sieg in der «Glorious Revolution». Sie schufen die Grundlage für das heutige parlamentarische Regierungssystem im Vereinigten Königreich. Seit der Glorreichen Revolution, die so genannt wird, weil sie im Gegensatz zu den Wirren des Englischen Bürgerkriegs vergleichsweise unblutig ablief, ist das Parlament und nicht mehr der König, Träger der Staatssouveränität. Nach dem Sturz des katholischen Monarchen Jakob II. bestiegen seine protestantische Tochter Maria II. und ihr Ehemann Wilhelm III. von Oranien gemeinsam in einer bis heute einzigartigen «Doppelkrönung» den englischen Thron.

Wilhelm III. zog England in das Kriegsgeschehen Kontinentaleuropas hinein und legte mit seiner Politik den Grundstein für die Entwicklung des Staates zur europäischen Großmacht und später zur Weltmacht. Im Spanischen Erbfolgekrieg erwies sich England als eine treibende Kraft die es verstand, die französische Koalition zurückzudrängen. Das Wetteifern um Geltung im europäischen Raum findet nicht nur mittels und kostspieliger Kriege statt, sondern auch auf den Theaterbühnen, die «den Frieden noch schöner feiern und schmücken könnten, wenn das Geld nicht in Schlachten investiert würde», wie es das Vorwort im Textbuch der Oper The Fairy Queen suggeriert.

St.Galler Tagblatt

«So tänzerisch die Schauspieler und Gesangssolisten sich in der barock-stilisierten Urwald-Projektion bewegen, so fliessend gehen Arien und Songs, Tanzeinlagen und fein ausbalancierter Ensemblegesang in Spielszenen über und umgekehrt. EInen Abend lang vernebelt das Dreispartentheater dem Publikum die Sinne, verwischt die Zugehörigkeiten. So feiert The Fairy Queen am Schluss nicht nur die Doppelhochzeit der jungen Athener, sondern auch eine glückliche Vereinigung der Bühnenkünste.»
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Vorarlberger Nachrichten

«Während die zwei Menschenpaare im nächtlichen Wald ihre Liebeswirren erleben und erleiden, umgibt sie der Spuk der Elfen und der Gesang der allegorischen Figuren wie Nacht, Geheimnis oder Wunderblume, ein betörend schöner Gesang zur Musik, die unter der Leitung von Robert Howarth schlank und transparent erklingt.»
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