Die Zauberflöte
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
«Es siegte die Stärke, und krönet zum Lohn. Die Schönheit und Weisheit mit ewiger Kron'.»
Die Zauberflöte ist Mozarts meist gespielte Oper im deutschsprachigen Raum. Sie erzählt vom Kampf zwischen Gut und Böse, von der Macht der Musik und der Kraft der Liebe.
Als die drei geheimnisvollen Damen Tamino ein Abbild der schönen Pamina zeigen, ist es für ihn Liebe auf den ersten Blick. Pamina ist die Tochter der Königin der Nacht und wurde von Sarastro, dem Herrscher über den siebenfachen Sonnenkreis, entführt. Tamino fasst ohne Zögern den Entschluss, Pamina zu retten. Der kauzige Vogelfänger Papageno soll ihn begleiten. Die beiden begeben sich ausgerüstet mit einer geheimnisvoll verzauberten Flöte und einem magischen Glockenspiel auf eine gefahrenvolle Reise. Bis Tamino endlich seine Pamina in den Armen halten darf, gilt es viele Hindernisse zu überwinden und Prüfungen zu bestehen.
- Musikalische Leitung Jeremy Carnall
- Inszenierung Bernd Mottl
- Bühne und Kostüme Friedrich Eggert
- Licht Andreas Enzler
- Choreinstudierung Michael Vogel
- Sarastro Roman Polisadov | Tijl Faveyts
- Tamino Julien Behr | Anicio Zorzi Giustiniani | Nik Kevin Koch
- Erster Priester Marc Haag
- Sprecher | Zweiter Priester David Maze | Wade Kernot
- Königin der Nacht Beate Ritter | Elizabeth Bailey
- Pamina Simone Riksman | Andrea Lang
- Erste Dame Evelyn Pollock | Gergana Geleva
- Zweite Dame Susanne Gritschneder
- Dritte Dame Katja Starke
- Drei Knaben Zürcher Sängerknaben
- Papageno Markus Beam | James Cleverton
- Papagena Alison Trainer | Michaela Frei
- Monostatos Riccardo Botta | Nik Kevin Koch
- Erster Geharnischter Derek Taylor
- Zweiter Geharnischter David Maze | Wade Kernot
- Chor des Theaters St.Gallen
- Sinfonieorchester des Theaters St.Gallen
freytag um halb 11 Uhr Nachts.
liebstes, bestes Weibchen! -
Eben komme ich von der Oper /die Zauberflöte; - Sie war eben so voll wie allzeit. - Das Duetto Mann und Weib etc: und das Glöckchen Spiel im ersten Ackt wurde wie gewöhnlich wiederhollet - auch im 2:t Ackt das knaben Terzett - was mich aber am meisten freuet, ist, der Stille beifall! - man sieht recht wie sehr und immer mehr diese Oper steigt. Nun meine lebenslauf; - gleich nach Deiner Abseeglung Spielte ich mit Hr: von Mozart /:der die Oper beim Schickaneder geschrieben hat:/ 2 Parthien Billard. - dann verkauffte ich um 14 Duckaten meinen kleper. - dann liess ich mir durch Joseph den Primus rufen schwarzen koffé hollen, wobey ich eine herrliche Pfeiffe toback schmauchte; dann Instrumentirte ich fast das ganze Rondó vom Stadtler. in dieser zwischenzeit kamm ein brief von Prag vom Stadler; - Die Duschekkischen sind alle wohl; - mir scheint Sie muß gar keinen brief von dir erhalten haben - und doch kann ich es fast nicht glauben! - genug - Sie wissen schon alle die herrliche aufnahme meiner teutschen Oper. - (...)
Brief von Wolfgang Amadeus Mozart an seine Frau Constanze, 7/8. April 1791
Neue Zürcher Zeitung:
«Mit wenig Druck und aufgehelltem Streicherklang, mit farbigem Holz und sorgsam austariertem Blech lässt der Dirigent Jeremy Carnall bei zügigen Tempi das Ohr gern beim St.Galler Sinfonieorchester verweilen (...) In der Rache-Arie der Königin der Nacht feuert Beate Ritter ihre Koloraturen zielgenau ab: Szenisch grandios geht Paminas Kinderglaube in Brüche»
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St.Galler Tagblatt:
«Zwei junge Leute, die sich und einander suchen und dafür den Weg durch die Prüfungen des Sarastro-Kreises nehmen müssen: Darauf will diese Zauberflöte hinaus. Das geglückte Zeichen dafür ist die Riesenmauer, die im Ouvertüren-Bild Tamino und Pamina trennt, die drehend immer neue Szenerien des Getrenntseins und der Polarität zum Vorschein bingt. Und welche das Paar im Schlusschor durchbricht.
Vor dieser grauen Wand kommt die heitere Parallelhandlung umso farbiger zur Geltung. Papageno bringt Tamino mit Vogelpuppen zum Lachen, dem finsteren Monostatos (Riccardo Botta) und seinen Gesellen fährt das Glockenspiel allerliebst in die Beine, und am Ende bejubelt Papageno mit seiner Papagena (Alison Trainer) die vielen Kinderlein auf einem knallroten Sofa»
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oper-aktuell:
«Allen voran Beate Ritter als mit fulminanter Sicherheit aufwartender Königin der Nacht (...) Julien Behr gab mit seinem hell und wunderschön timbrierten Tenor einen wunderbaren Tamino, Markus Beam einen herrlich rotznasigen Papageno. Simone Riksman gestaltete eine mehrheitlich einnehmende Pamina. (...) Die drei Damen waren mit Evelyn Pollock, Susanne Gritschneder und Katja Starke herausragend besetzt (da könnte manch grössere Bühne neidisch werden). Auch die drei Knabensolisten der Zürcher Sängerknaben beeindruckten mit geradezu himmlischem Schöngesang.»[mehr]
anzeiger:
«In der St.Galler Produktion ist ein junges internationales Team am Werk, das mit ansteckender Spiellaune und schönen Stimmen prallvolles Leben auf die Bühne zaubert.»
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Die Neue, Vorarlberg:
«Während man sich im Ländle fragt, wie wohl David Pountney diese Oper 2013 auf der Seebühne realisieren will, zeigt im Stadttheater St. Gallen ein Regieteam um Bernd Mottl, wie es geht. Getragen von einem jungen und überaus fähigen Sängerensemble ist ihm eine Deutung der „Zauberflöte“ gelungen, die mit leichter Hand kindlichen Zauber ebenso entfacht wie mystischen Schauer, Spannung ebenso wie Humor.»
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Der Landbote:
«Der «Zauberflöten»-Diskurs ist bekanntlich uferlos. Die St. Galler Inszenierung ist dazu ein anregender Beitrag, nicht aufdringlich, sondern verspielt, bunt und auf vergnügliche Weise trivial, geeignet auch für Kinder. Homogen verbindet sich das Spiel mit der Musikalität eines vif agierenden Ensembles. Köstlich die drei Knaben und drei Damen mit ihren Kostümorgien. Unter der Leitung von Jeremy Carnall liess das Orchester durchsichtig und nervig am ganzen Stimmenreichtum teilnehmen, und seine Aufstellung betonte das ungemein lebendige Kontrastspiel von Bläsern und Streichern.»
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