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Chicago

Musical von John Kander | Fred Ebb

  • Media: Chicago
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 «Ich liebe mein Leben und all den Jazz!»

Chicago in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts: Die Stadt der Banditen und die Stadt des Jazz. Hier möchte Roxie als Tänzerin Schlagzeilen machen. Und auf einmal sind die Zeitungen ganz wild auf sie, denn Roxie hat ihren Liebhaber umgebracht. Jetzt wartet der Galgen, es sei denn, der smarte und gut aussehende Anwalt Billy kann sie retten. Varieté-Sternchen Velma, die ebenfalls wegen Mord im Gefängnis sitzt, beobachtet Roxie misstrauisch. Sie ist der Meinung, dass eigentlich sie die Aufmerksamkeit von Billy und den Medien verdient hätte...

Jazz, grossartiger Tanzchoreografien und die Atmosphäre von Chicago sind Garant für einen Musicalabend der Extraklasse. 

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Diese Produktion wird in grosszügiger Weise unterstützt von


Medienpartner:

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Ort | Grosses Haus Zeit | ca. 2 Stunden 40 Minuten (eine Pause) [Tickets]

Bob Fosse

eigentlich Robert Louis Fosse (* 23. Juni 1927 in Chicago, Illinois; † 23. September 1987 in Washington D.C.) war ein US-amerikanischer Choreograf und Regisseur.

Fosse wurde als Sohn von Vaudeville-Künstlern praktisch im Theater geboren und war bereits als Kind und Jugendlicher mit Solotanznummern auf der Bühne zu sehen. Nach einer kurzen Episode in der US-amerikanischen Kriegsmarine begann er eine Schauspielausbildung. Zwischen 1948 und 1950 war er zunächst mit unbedeutenden Musicalshows auf Tourneen durch die USA, um anschließend in Broadwayshows als Tänzer zu arbeiten. Durch den Musicalfilm gelangte er Anfang der 1950er Jahre an kleinere Rollen in Hollywood.

1954 erhielt Fosse zum ersten Mal die Chance, eine eigene Choreografie auf einer Broadwaybühne zu zeigen. Die Show The Pajama Game wurde gleich ein großer Broadwayerfolg. Weitere Shows folgten, und langsam begann sich aus seiner Zusammenarbeit mit der Tänzerin Gwen Verdon eine kongeniale Partnerschaft zwischen Choreograf und Tänzerin heraus zu kristallisieren. Nach zwei kurzen Ehen, die jeweils mit einer Scheidung endeten, fand Bob Fosse in Gwen Verdon die Ehefrau, mit der dann er den Rest seines Lebens verbrachte. Sie heirateten 1960 und hatten ein Kind zusammen.

In den 1960er Jahren begann Bob Fosse nicht nur Shows zu choreografieren, sondern auch als hauptverantwortlicher Regisseur zu arbeiten. Einer seiner größten Broadwayerfolge war Sweet Charity. Die gleichnamige Verfilmung 1969 mit Shirley MacLaine in der Hauptrolle war zugleich sein Debüt als Filmregisseur. Was seinerzeit als Neubeginn des Musicalfilms erschien, ist heute ein Klassiker. Auf den Broadwaybühnen brachte er weitere Klassiker zur Uraufführung: 1972 n Pippin', 1975 Chicago und 1978 Dancin'. Inszenierungen, die inzwischen zu den erfolgreichsten Long-Time-Runnern in der Geschichte des Broadways zählen.

Der alles übertreffende Erfolg war die Verfilmung des Musicals Cabaret 1972 mit Liza Minnelli in der Rolle der Sally Bowles. Fosse war auch diesmal Regisseur und Choreograf und erhielt für Cabaret den Oscar als bester Regisseur. Insgesamt bekam der Film acht Oscars. Der Erfolg von Cabaret öffnete ihm weitere Türen, sodass er von da an freier und unabhängiger arbeiten konnte. 1972 inszenierte er für seinen neuen Star Liza Minnelli die Fernsehshow Liza with a Z, wofür er einen Emmy-Award erhielt. 1974 verfilmte er das Leben des Komikers Lenny Bruce. Der Film Lenny mit Dustin Hoffman in der Titelrolle erhielt sechs Oscar-Nominierungen.

Der kettenrauchende Workaholic Fosse zahlte allerdings einen hohen Preis für diese Erfolge. Während seiner Arbeit für die Uraufführung von Chicago erlitt er einen schweren Herzinfarkt. Die dabei erlittenen Erfahrungen verarbeitete Fosse in einem weiteren Meisterwerk: der stark autobiografisch geprägte Film Hinter dem Rampenlicht aus dem Jahre 1979 mit Roy Scheider als Fosses Alter Ego und Jessica Lange in den Hauptrollen gibt einen eindringlichen Einblick in die Welt des Entertainments. Bob Fosse schrieb für diesen Film auch das Drehbuch und gewann eine Goldene Palme bei den Internationalen Filmfestspiele von Cannes 1980.

Kurz vor der Premiere zu dem Revival seines Erfolgsmusicals Sweet Charity 1987 starb Bob Fosse, nachdem er einen weiteren Herzinfarkt erlitten hatte.

 

Broadwayproduktionen

  • 1952 – Pal Joey– Musik: Richard Rodgers– Fosse als Joey Evans
  • 1954 – The Pajama Game – Musik: Richard Adler – Choreografie Bob Fosse
  • 1956 – Bells are ringing – Musik: Jule Styne – Gemeinsame Choreografie von Jerome Robbins und Bob Fosse
  • 1957 – New Girl in Town – Musik: Bob Merill – Choreografie Bob Fosse
  • 1961 – How to Succeed in Business Without Really Trying – Musik: Frank Loesser – Choreografie Bob Fosse
  • 1962 – Little Me – Musik: Cy Coleman – Regie und Choreografie Bob Fosse
  • 1966 – Sweet Charity – Musik: Cy Coleman – Regie und Choreografie Bob Fosse
  • 1972 – Pippin – Musik: Stephen Schwartz – Regie und Choreografie Bob Fosse
  • 1972 – Liza with a Z – Musik: John Kander – Regie und Choreografie der Broadwaypersonalityshow von Liza Minnelli
  • 1975 – Chicago – Musik: John Kander – Regie und Choreografie Bob Fosse
  • 1978 – Dancin’ – Musik: diverse Komponisten wie Neil Diamond – Regie und Choreografie Bob Fosse
  • 1998 kam am Broadway die Show Fosse heraus, die Bob Fosse Choreografien wieder aufleben ließ und bis 2001 insgesamt 1.093 Vorstellungen erlebte

Filmografie

Als Darsteller und Tänzer

  • 1953: The Affairs of Dobie Gillis
  • 1953: Kiss me Kate
  • 1953: Give a Girl a Break (Regie: Stanley Donen)
  • 1955: My Sister Eileen
  • 1958: Damn Yankees! (Regie: Stanley Donen)
  • 1974: Der kleine Prinz (Regie: Stanley Donen)

Als Regisseur

  • 1969: Sweet Charity
  • 1972: Cabaret
  • 1974: Lenny (mit Dustin Hoffman)
  • 1979: Hinter dem Rampenlicht (All That Jazz) (mit Roy Scheider und Jessica Lange)
  • 1983: Star 80

St.Galler Tagblatt

«Das ist (...) eine jener phänomenal choreographierten Ensemble-Szenen, die diese Produktion zum Ereignis machen. (...) Chicago ist (...) wieder ein Musical für Jazzfreunde: groovend, bluesig, mal slow mal rockig voll musikalischem Witz und höchsten Anforderungen. Die zwölfköpfige Combo unter Leader Robert Paul spielt so glitzernd und glamourös, wie das Perlennégligée funkelt, das Velma und Roxie im Finale tragen.»
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Schaffhauser Nachrichten

«Toller Tanz, sprühend von Erotik, sexy Kostüme und die meisterhafte Ausstattung machen das Musical zu einer Augenweide.»
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Der Landbote

«So verbindet «Chicago» reale Kriminalgeschichten mit Song und Tanz, Sketch und Comedy, Artistik und Zauberei zu einer grandiosen Satire, die den Zynismus des modernen Lebensbetriebs freilegt. Das hat Biss, denn auf der St. Galler Bühne steht ein Ensemble, das alle diese Elemente grossartig nutzt. Da ist Sabrina Harper, stimmlich, tänzerisch, darstellerisch perfekt für die Figur der puppenhaften, aber rücksichtslos-ehrgeizigen Roxie, der eine vorgetäuschte Schwangerschaft («Ich und mein Baby») zum Freispruch
verhilft. Ihrer noch selbstbewussteren und durchtriebeneren Rivalin Vilma Kelly verschafft Sabine Hettich mit tiefer Barstimme die Auftritte und Abgänge mit Glamour, Getöse und «all dem Jazz». 
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Die Südostschweiz

«Das Theater St. Gallen ist die Musical-Hochburg unter den Schweizer Bühnen. Niveau und Know-how sind hoch. Das bewies erneut die Premiere des Kander-Ebb-Musicals «Chicago» am Samstag.«Chicago» lebt zum einen vonTanz, Gesang, Zirkus und Erotik, vor allem aber von einem infernalen Frauen-Power-Duo, das seine Rivalitäten auch sängerisch und tänzerisch bis zum letzten, nur vordergründig friedlichen Duett auslebt. Sabrina Harper und Sabine Hettlich schenkten sich am Samstag nichts und gingen am Ende beide als bejubelte Siegerinnen vom Platz.»
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