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Brahms 2 | Cantus Variations

10. Tonhallekonzert mit Werken von Pärt, Britten und Brahms

  • Media: Brahms 2

Donnerstag, 1. Juni 2017
19.30 Uhr | Tonhalle
Freitag, 2. Juni 2017
19.30 Uhr | Tonhalle

Otto Tausk Leitung

Arvo Pärt | Cantus in memoriam Benjamin Britten
Benjamin Britten | Variations on a Theme of Frank Bridge op. 10
Johannes Brahms | Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Die Produktion wird in grosszügiger Weise unterstützt von

Ort | Tonhalle [Tickets]

Tintinnabuli, Stil der Glöckchen, nannte der estnische Komponist Arvo Pärt seine neue musikalische Ausrichtung, die mit der Komposition „Für Alina“ 1976 ihren Anfang nahm. In Auseinandersetzung mit dem Gregorianischen Choral der russisch-orthodoxen Tradition und der Vokalpolyphonie der Renaissance gelangte er zu dieser meditativ anmutenden, minimalistischen Ästhetik, die sein weiteres Schaffen prägen sollte. Im darauf folgenden Jahr entstand das Werk „Cantus in memoriam Benjamin Britten“als Elegie auf den 1972 verstorbenen Komponisten, das eine frühe Ausprägung dieses neuen Stils verkörpert. Pärt gilt als einer der erfolgreichsten zeitgenössischen Komponisten und dieser Kanon in a-Moll ist eines der herausragenden Werke seines Oeuvres!

Auch vom soeben geehrten Benjamin Britten wird mit „Variations on a Theme of Frank Bridge“ ein Widmungswerk – dieses Mal für Brittens Lehrer, der als einer der bedeutendsten Komponisten Grossbritanniens gilt – aufgeführt. Brittens Variationen zählen zu seinen frühen Kompositionen und trugen massgeblich zum Erfolg des Komponisten bei, indem sie ihm bei der Uraufführung 1937 im Rahmen des Salzburg Festivals internationale Anerkennung zukommen liessen. Britten setzte sich darin in liebevoller Anerkennung zum Ziel, die persönlichen Qualitäten seines Mentors in den verschiedenen Variationen zu reflektieren, was ihm mittels Stilimitationen, die ein Feld von Wiener Walzer, italienischer Arie, Marsch, Fuge und Choral eröffnen, virtuos gelingt!

Johannes Brahms’ 2. Sinfonie D-Dur op. 73, mit dem so anmutigen ersten Satz und dem grundsätzlich pastoralen Ton, wird nicht selten als seine beliebteste Sinfonie bezeichnet! Dies aus gutem Grund: Im Gegensatz zu seiner ersten Sinfonie, deren Entstehung sich bekanntlich über Jahre hinzog und stets mit dem monumentalen Vorbild Beethovens zu kämpfen hatte, dauerte die Komposition dieser 2. Sinfonie nur etwa ein halbes Jahr und ging ihm weit leichter von den Fingern. Oder wie sein Freund Eduard Hanslick so schön sagte: „Die vor einem Jahre aufgeführte erste Symphonie von Brahms war ein Werk für ernste Kenner, die dessen verzweigtes Geäder ununterbrochen verfolgen und gleichsam mit der Loupe hören konnten. Die zweite Symphonie scheint wie die Sonne erwärmend auf Kenner und Laien, sie gehört allen, die sich nach guter Musik sehnen.“