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Baiba Skride | Beethoven | Schostakowitsch

9. Tonhallekonzert mit Werken von Beethoven und Schostakowitsch

  • Media: Baiba Skride

Donnerstag, 30. März 2017
19.30 Uhr | Tonhalle

Freitag, 31. März 2017
19.30 Uhr | Tonhalle

Otto Tausk Leitung
Baiba Skride Violine

Ludwig van Beethoven | Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61
Dmitri Schostakowitsch |Sinfonie Nr. 15 A-Dur op. 141

Hörwege! Nach dem Konzert am 31.3. 2017 spielt Baiba Skride noch ein ca. 20-minütiges Late Night Special mit solistischer Violinmusik.


Mit freundlicher Unterstützung von

Ort | Tonhalle [Tickets]

Ludwig van Beethovens Violinkonzert D-Dur op. 61 ist sein einziges Konzert für die Violine und hat sich von einem von der zeitgenössischen Kritik als eher überladen und ermüdend kritisierten und später kaum mehr beachteten Werk zum absoluten Massstab für das sinfonische Violinkonzert der Romantik entwickelt! Bereits 1806 wurde es vom Widmungsträger und Violinvirtuosen Franz Clement am Theater an der Wien uraufgeführt, doch der definitive Anstoss zu seinem Durchbruch wurde erst die 1844 in London gespielte Aufführung mit dem damals 12-jährigen Violinvirtuosen Joseph Joachim unter der Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy. Mendelssohns berühmtes Violinkonzert sollte deutlich unter dem Einfluss Beethovens stehen und noch im Jahr 1853 schrieb Joseph Joachim an Robert Schumann: „Möchte doch Beethoven’s Beispiel Sie anregen, den armen Violinspielern, denen es, ausser der Kammermusik, so sehr an Erhebendem für ihr Instrument fehlt, aus Ihrem tiefen Schacht ein Werk an’s Licht zu ziehen, wunderbarer Hüter reichster Schätze!“ Beethovens Violinkonzert ist ein unumstrittener Meilenstein in der Musikgeschichte, ohne den das später so geliebte sinfonische Konzert nicht zu denken wäre.

Dmitri Schostakowitschs Sinfonie Nr. 15 A-Dur op. 141 ist seine letzte Sinfonie und nach 18 Jahren erstmals wieder eine reine Instrumentalsinfonie. Wie wir es uns gewohnt sind, führt Schostakowitsch das Publikum auch hier durch eine gewaltige Achterbahn der Gefühle mit verspieltem Zitatgeflecht – darunter u.a. Rossinis Wilhelm Tell, Wagners Walküre und Tristan und Isolde sowie eigene Werke –, Groteskem, melancholischer Düsternis und brachialer Gewalt. Ihm selbst war es wichtig zu betonen, dass das Werk „keinen Schlusspunkt setzen“ soll, auch wenn kein Zweifel darin besteht, dass Schostakowitsch nicht ohne Grund Wagners Motiv der Todesverkündigung gewählt hat und sich die Erkrankungen und körperlichen Beschwerden des Komponisten in zunehmendem Masse häuften. Nach der Fertigstellung 1971, also vier Jahre vor seinem Tod, wurde die Sinfonie 1972 von seinem Sohn Maxim Schostakowitsch uraufgeführt und gehört heute zu den monumentalsten sinfonischen Werken des letzten Jahrhunderts!