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Attila

Oper von Giuseppe Verdi

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Attila unter freiem Himmel

Das Wetter verspricht heute, Freitag 5. Juli 2013, einen lauen Sommerabend. Wir freuen uns auf eine gelungene Dernière der Festspieloper ATTILA openair auf dem Klosterhof zusammen mit Ihnen!

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«Lustvolle Unruhe»

Vor der Kathedrale entsteht für die 8. St.Galler Festspiele ein eindrucksvolles Schlachtgemälde, das sich aus den verfeindeten Heeren der Hunnen und Römer, verheerenden Kriegsspuren und zerstörten Artefakten, aber auch aus Zeichen der Hoffnung für eine bessere Zukunft zusammensetzt. Der Italiener Stefano Poda ist bekannt für seine atmosphärischen Gesamtkunstwerke, in denen er Inszenierung, Kostüme und Bühnenbild auf das Genaueste aufeinander abstimmt. Von I Lombardi alla prima crociata, der letzten Verdiproduktion auf dem Klosterhof, ist Antonio Fogliani noch in bester Erinnerung. Er wird auch für Attila am Dirigentenpult stehen.

Ort | Klosterhof Zeit | 2 Stunden 20 Minuten (inkl. Pause) [Tickets]

Der Hunnenkönig Attila zieht mit seinem Heer brandschatzend durch das römische Reich. Städte liegen in Trümmern und das Volk befindet sich auf der Flucht. Der einstige Glanz des Imperiums ist Vergangenheit. Auf dem römischen Thron sitzt ein Schwächling, dessen Stellung von den Heeresfürsten in Frage gestellt wird. Der Einzige, der sich Attila wirksam entgegenstellen kann, ist einer, der dafür nicht das Schwert ins Feld führen muss, sondern seine Gesinnung sprechen lässt: Leo der Grosse, Bischof von Rom.

Was sich anhört, wie die ideale Vorlage für einen aufwendigen Historienfilm, hat Giuseppe Verdi 1846 mit grossem Erfolg als Oper am Teatro La Fenice in Venedig herausgebracht. Das Werk spiegelt an den Begebenheiten aus dem 5. Jahrhundert die innenpolitischen Schwierigkeiten, denen Italien zu Verdis Lebzeiten ausgesetzt war. Mit ausladenden Chorszenen, rasch wechselnden Schauplätzen und Figuren, die sich nicht nur leidenschaftlich, sondern geradezu exzentrisch verhalten, haben Komponist und Librettist eine spannungsgeladene und expressive Oper gestaltet, die aufgrund der hohen Anforderungen an die Sänger und das Inszenierungsteam nur selten auf den Spielplänen zu finden ist. Dabei gehören die Melodien, in denen die Figuren ihren Gefühlen und Gedanken Ausdruck verleihen, zu den eindrucksvollsten, die im Frühwerk von Giuseppe Verdi zu finden sind.

Attilas verstopfter Gehörgang

Attila rüstet sich zum Angriff auf St.Gallen. Zu sehen ist noch nichts, aber was ist zu hören? Welche Tonart begleitet seinen Auftritt?

Fagotte und Violoncelli entwickeln über zwei Takte ein Motiv, das an eine Fahne erinnert, die sich in einem kräftigen Windstoss aufbauscht, dann aber in sich zusammensackt und leblos an der Fahnenstange hängen bleibt, als hätten ihr die kriegerischen Umstände die letzten Lebensfunken ausgetrieben. Die c-moll-Tonart, in die Giuseppe Verdi seine Oper in den ersten Takten einfärbt, wird seit der fünften Sinfonie von Beethoven mit etwas Tragischem und Schicksalhaftem in Verbindung gebracht.

Dem Verhängnis, das sich hier im Largo-Tempo und mit der Vortragsangabe «sottovoce» (mit gedämpfter Stimme, nicht voll ausgesungen) ankündigt, entgeht in der Oper keine der Figuren, am wenigsten der titelgebende Hunnenkönig selber. Als hätte sich die Düsternis über dem in dumpfen Orchesterfarben gezeichneten Schlachtfeld verzogen, begreift Attila schliesslich, dass er wegen jener Frau verblutet, für die sein Herz einst schlug. Das Licht der Erkenntnis fängt Verdi in B-Dur ein, einer Tonart, die an dieser Stelle anzeigt, dass seit dem c-moll-Vorspiel einiges passiert ist. Hätte er die Fahnen und Pfeilbogen zuhause lassen sollen? Lohnte sich die Liebe? Unterscheidet sich hunnisches und römisches Blut? – Diese Fragen mögen dem Feldherrn aus dem Osten in seinen letzten Sekunden durch den Kopf gegangen sein.

Dadurch dass das Preludio zu Attila – ebenso wie übrigens das Rigoletto-Vorspiel – in der tragischen Tonart par excellence steht, in c-Moll, wird die Bedeutung dieser Oper als die Tragödie eines aussergewöhnlichen Charakters unterstrichen, der seiner Leidenschaft unterliegen MUSS.

In den gedämpften, an zaghaft wehende Fahnen erinnernden Einstiegstakten klingt Attilas Schwäche an, die Zeichen der Zeit nicht erkannt zu haben. Hätte er genau hingehört, würde ihm das c-moll all dies verraten haben. Für uns hingegen ist Attilas unterentwickeltes Musikgehör ein Glück, weil er entgegen der Zeichen den Kampf mit den Römern wagt und wir die Grossen gerne sterben sehen! (sh)

 

Was Odabella aus den Trümmern rettet

Die Sopranistin Mary Elizabeth Williams über die Bedeutung ihrer «Edelsteine».

Oh ja, meinen Schmuck! Den liebe ich sehr! Die Faszination für die Edelsteine habe ich von meinem Vater geerbt. Von seinen Reisen nach Indien und Südafrika brachte er mir einige kleine Rubine und Smaragde mit. Er meinte, diese Steine seien eine «tragbare Lebensversicherung». Wenn die Dinge eine schlimme Wendung nähmen, hätte man, so seine Argumentation, mit diesen wertvollen, leicht zu transportierenden Objekten eine Versicherung für Notfälle. Zwar bin ich nicht der Ansicht, dass die Welt bald zugrunde gehen wird, aber ich mag die Idee, kleine, wertvolle Dinge zu sammeln, die ich in meine Tasche tun kann, um sie überall hin mitzunehmen.

Daraus habe ich ein kleines Ritual entwickelt. Für jede neue Partie kaufe ich mir einen Ring. Alle diese Ringe führe ich in meinem Gepäck mit. Wenn ich vor einer schwierigen Situation stehe und viel Kraft benötige, dann denke ich an die eine oder andere Rolle und stecke mir den betreffenden Ring an den Finger. Ich weiss, das hört sich jetzt etwas abergläubisch an, aber das macht nichts, es hilft mir!

Heute trage ich einen Ring, mit dem alles anfing. Es ist ein Diamant, den mein Vater meiner Mutter schenkte, als ich geboren wurde. Ich habe ihn jetzt neu gefasst und er bedeutet mir sehr viel. Ich habe übrigens auch den Ring dabei, den ich für die Partie der Wally gekauft habe, die ich hier in St.Gallen gesungen habe. Dieser Stein ist nicht sehr wertvoll, aber ich mag ihn. Ich wollte etwas, das dem Charakter der Wally entspricht. Er ist etwas pompös, viereckig und glitzert auffällig! Er erinnert mich an Spiegel, Kälte, Eis und Schnee. Und er ist gross! Einen Ring für Odabella zu finden, wird einfach sein! Viel einfacher als für die Figur der Amelia aus Un ballo in maschera oder Aida! Odabella ist sehr klar in ihren Absichten! Mit solchen Rollen komme ich besser zu Rande. Mehr Mühe habe ich mit Frauen, die nur reagieren und nie ihre eigenen Entscheidungen treffen. Ich weiss, dass ich auf der Bühne eine starke physische Präsenz habe, die nicht unbedingt auf Charaktere passt, die nicht als Agierende auftreten, sondern in ihrer Situation gefangen sind und still leiden. Deshalb freue ich mich sehr auf das Debüt als Odabella, weil sie meinem eigenen Naturell entspricht.

 

Wenn die Oper das Leben bedeutet

Attila-Regisseur Stefano Poda über die italienische Oper, Fellinis Kostümatelier und die verpatzen Gelegenheiten der Römer.

«Wenn ich über Oper spreche, dann tue ich das natürlich als Italiener, das kann ich nicht einfach so abstreifen. Die Farben der Erinnerung, der musikalischen Gehalt, die Aufführungstradition, das kulturelle System, all das hat mich geprägt in der Art, wie ich Opern inszeniere. Und etwas von dieser Welt bringe ich unweigerlich auch nach St.Gallen mit. Ich hoffe, dass man das auch sehen wird! An den Kostümen zu unserer Attila-Produktion lässt sich sicher eine Ahnung von dieser Welt gewinnen, die mich so fasziniert: Einen Teil der Mäntel, die die Römer und Hunnen tragen, werden in Rom von der Kostümfirma Tirelli hergestellt. Sagt Ihnen der Name etwas? – Nein? – Dann müssen Sie unbedingt dort einmal hinfahren! – Ich wünschte mir, Sie könnten sich diese Ateliers dort einmal anschauen! Es ist eine Welt, in die ich mich verliebt habe! Dort haben der Kostümbildner Piero Tosi und Regisseure wie Luchino Visconti oder Federico Fellini die Ausstattung zu ihren Filmen und Opernproduktionen angefertigt. Diese Tradition ist bis heute nicht abgerissen. Beispielsweise hat Sofia Coppola hat für ihren Film Marie Antoinette, der übrigens 2007 einen Oscar für das beste Kostümdesign erhielt, die Kleider bei Tirelli anfertigen lassen.Sie denken, dass ist jetzt eine grosse Fabrik, in der alles maschinell hergestellt wird? – Das ist überhaupt nicht so!Die Kostüme, die für Attila angefertigt werden, werden von einer Schneiderin betreut, die bei all diesen grossartigen Projekten von Visconti und Fellini dabei war. Sie heisst Antonia und ist 76 Jahre alt. Sie will nicht in Rente gehen, weil ihr Leben diese Kostüme sind. Das hat eine Poesie, eine Liebe zu den Dingen, wie man sie nicht mehr so oft antrifft. Ich finde dort eine Welt vor, die im Begriff ist, zu verschwinden. Die Liebe zum Detail, die langjährige Erfahrung mit dem italienischen Film und grossen Theatervisionen sowie der Sinn für die Erfordernisse des Theaterkostüms, das nicht neu aussehen muss, sondern selber bereits durch die Art der Stoffbehandlung eine Geschichte erzählen soll; durch all diese Dinge fliesst viel von dem, was ich als «Zivilisation» bezeichne. Vielleicht bin ich ein Nostalgiker, aber schauen Sie, es ist wie bei den grossen Sängerinnen und Sängern. Es ist nicht unbedingt nur die Stimme, die zählt, sondern die Ausstrahlung! Wenn man die Oper, die Geschichten, das Theater liebt, dann gehört ein Sinn für die Vergangenheit ganz einfach dazu. Das darf man auch in einer Opernstimme hören, die ja nicht computergeneriert ist. Und genauso verhält es sich mit einem Kostüm: Das Glatte, das Zurechtgestutzte, das Geschichtslose, das interessiert mich nicht. Deshalb wird doch auch Verdi heute noch gespielt! – Weil er sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft geschaut hat. Attila ist doch eine hochaktuelle Oper, denn der Zug des Hunnenführers nach Rom symbolisiert die neue Zeit. Das zu erkennen, haben aber die Römer verpasst …» (sh)

NZZ
«Der [...] Dirigent Antonino Fogliani hält das Orchester zu einer geschmeidigen Artikulation an, die den ruhigeren Szenen gut bekommt.  […] Der Abend gehört vor allem dem Sängerensemble. Alexander Vinogradov in der Titelrolle […] überzeugt besonders in den lyrischen Passagen mit seinem strömenden Bass, der mit Luca Grassis Bariton im grossen Duett von Attila und Ezio schön harmoniert. […] Bruno Ribeiro wirkt mit seinem warmen unforcierten Tenor als Sympathieträger [...]. Die weibliche Protagonistin ist der Star des Abends. Mary Elisabeth Williams' dramatischer Sopran verfügt über wunderbar zarte Farben, die in der Nachtszene des ersten Aktes betörend mit den Soloinstrumenten des Orchesters verschmelzen.»

St.Galler Tagblatt
«Giuseppe Verdis Oper ‹Attila› ist keine leichte Kost, obschon der Liebhaber schöner Melodien durchaus auf seine Rechnung kommt. An den St.Galler Festspielen inszeniert Stefano Poda sie als düsteres Drama. [...] Eindrücklich ist [...] das Finale des ersten Aktes: Da tritt Attila eine weiss gewandete Prozession entgegen, auf dem Balkon der Kathedrale öffnet sich die Tür, Papst Leo I. (Matt Boehler) tritt hinaus und rät ihm: ‹Ziehe dich zurück!› Und die weltliche Gewalt beugt sich der geistlichen Macht. […] Schön wird die Inszenierung durch die prachtvollen Stimmen, durch eindrückliche Chöre, und durch das von Antonino Fogliani mit grosser Liebe zu Verdis kraftvoll melodischer Kompositionskunst geleitete Sinfonieorchester St.Gallen.»

Aargauer Zeitung
«St.Gallen setzt die Latte für die Opern-Open-Air-Konkurrenz hoch. [...] Manch eine wäre wohl auch froh, könnte sie das Niveau der St.Galler Produktion erreichen. Die Latte für die Konkurrenz in Solothurn, Avenches, Pfäffikon und Schinznach ist hoch gelegt; für einige, so viel Prognose sei gewagt, bereits zu hoch. [...] Die St.Galler Festspiele beweisen, dass man openair nicht immer ‹Aida› spielen muss. Mit Verdis Frühwerk ‹Attila› gelingt ihnen ein Coup.»

Der Landbote
«So restlos angeeignet wie für Giuseppe Verdis ‹Attila› hat sich den Weltkulturerbeplatz bisher noch kein Inszenator. Stefano Poda tat es nicht nur als Bühnenbildner, sondern auch als Regisseur und Lichtdramaturg: Papst Leo, dessen Erscheinen im Heerlager den sieggewohnten Eroberer Attila zur Umkehr zwingt, steht hoch oben auf einer Balustrade der Domfassade. [...] Man erlebt von der Premierenbesetzung in allen Partien musikalisch packende Prägnanz. Als Odabella beeindruckt Mary Elizabeth Williams […]. Die Chöre des Stadttheaters St.Gallen, der Theaterchor Winterthur und der Prager Philharmonische Chor meistern ihre protagonistische Rolle und die schwierigen Distanzen mit Bravour.»

Basellandschaftliche Zeitung
«Regisseur und Bühnenbildner Stefano Poda lässt sich klugerweise nicht auf Experimente oder Aktualisierungen ein, kann dafür die Musik in prächtige Bilder setzen. Und endlich zieht ein Regisseur die Hauptprotagonistin der St.Galler Festspiele, die Fassade der Kathedrale, spektakulär ins Geschehen ein. Gleich doppelt. Einerseits in all ihrer Originalpracht, andererseits liegen die Kathedralentürme auf der eigentlichen Bühne in Trümmern. Wo Attila durchzieht, wächst nun mal kein Grün mehr: Mit Leichen ist die Erde übersät.»

Die Südostschweiz
«Raffiniertes Spiel mit Licht und Schatten in St. Gallen [...] Die Premiere von Giuseppe Verdis ‹Attila› an den St.Galler Festspielen zeigte üppiges Bildertheater. […] Ein starker Moment gelingt Poda auch, wenn er den Chor nach dem Ausfall der Beleuchtung, den das Libretto vorsieht, mit Taschenlampen Lichtkegel in die fast immer von Rauch durchzogene Luft zeichnen lässt. Er hätte dafür mehr verdient als den kühlen Applaus des Premierenpublikums.»

Solothurner Zeitung
«Der Plot [...] reichte Verdi, um ein feuriges Drama zu komponieren, das Poda durchaus in Schwung halten kann: Die Chormassen werden geschickt und rasch bewegt, die Protagonisten klug auf mehrere Spielebenen verteilt. Noch besser als der Regisseur ist der italienische Dirigent Antonino Fogliani […]. Er bringt das Kunststück fertig, Attila aus dem Bühneninnern heraus zu erzählen. Jede noch so vermeintlich plumpe Begleitfigur erhält bei ihm Zug und Form, keine verträumte Kantilene wirkt zu breit oder zu dick immer ist da Spannung und Leben im Spiel. Verdis [...] Frühwerk pulsiert, dass es eine Freude ist.»

Musik&Theater
«An der Premiere überzeugten [...] alle Akteure: das Sinfonieorchester St.Gallen unter Antonino Fogliano, die vereinigten Chöre aus St.Gallen, Winterthur und Prag sowie das Solistenensemble. Mary Elizabeth Williams, die unlängst in der Titelrolle von Catalanis ‹La Wally› am St.Galler Theater Furore gemacht hat, gefiel als Odabella trotz beträchtlicher Stimmgewalt primär in den lyrischen Partien und im Pianobereich.»

Appenzeller Volksfreund
«Musikalisch lässt die selten gespielte Oper dank überzeugender Solisten und eingängigen Chorszenen keine Wünsche offen. Das Sinfonieorchester St.Gallen, die Chöre aus St.Gallen, Winterthur und Prag und die Statisterie des Theaters St.Gallen stehen unter der bewährten Leitung von Antonino Fogliani. Auch das Bühnenbild - von Poda mit geschmackvollen Kostümen und geschickter Lichtführung als Gesamtkunstwerk gestaltet - überzeugt.»

Südkurier
«Die Chorszenen gehören zu den Höhepunkten der Aufführung, mitreißend angeführt und begleitet vom Sinfonieorchester St.Gallen unter Antonio Fogliani [...]. Er führt Orchester und Chöre zu frischem, auch zupackendem Musizieren, ohne dass die vielen instrumentalen Kostbarkeiten verloren gingen [...]. Neben den Chören und dem Orchester prägt vor allem Mary Elizabeth Willliams als Odabella die Aufführung. Sie gibt [...] nicht nur eine überaus ausdrucksstarke, in allen Lagen gleichermaßen wandlungsfähige Stimme, sondern auch eine absolut dominante darstellerische Präsenz.»

ostschweizerinnen.ch
«Die fantastische Musik wurde durch den Dirigenten Antonino Fogliani sowie den Weltklasse-Sängern Mary-Elisabeth Williams und den Bass Alexander Vinogradov zu einem unvergesslichen Erlebnis, mit Blick auf eine morbide, düstere Kulisse.»

saiten
«Die musikalische Leistung der Premierenaufführung ist gross. Alexander Vinogradov singt Attila mit warmem, manchmal in der Höhe etwas limitiertem Timbre. In seiner sympathischen Präsenz erobert er trotz der Leichenhaufen allerdings die Herzen. Luca Grassi als Ezio überzeugt durch stimmliche Sicherheit und im Laufe der Geschichte immer dramatischer werdenden Duktus. […] Mary Elizabeth Williams schöpft aus dem Vollen. Ihr stimmliches Arsenal scheint unbegrenzt. Mit dem facettenreichen und in allen Registern kräftigen Gesang überzeugt sie auch schauspielerisch, psychologisch.»

anzeiger
«Die amerikanische Sängerin Mary Elisabath Williams fesselt als rächende Kriegerin mit ihrem dramatischen Sopran. Klangmächtige Solisten und Chöre bringen den barocken Festspielort zum Schwingen. Dazwischen pfeifen die Amseln in die Abenddämmerung. […] die 8. St.Galler Festspiele bieten ein unvergessliches Open-Air-Erlebnis.»

Schwäbische Zeitung
«Antonino Fogliani erweist sich am Pult des St.Galler Sinfonieorchesters als kompetenter Sachwalter der farbreichen Partitur und hält die Solisten, den Chor des Theaters St.Gallen, den Opernchor St.Gallen, den Theaterchor Winterthur und den Prager Philharmonischen Chor gut zusammen, was bei den großen Bühnendimensionen nicht leicht ist. Alexander Vinogradov (Attila) meistert die Bass-Titelrolle bravourös. Auch Mary Elizabeth Williams (Odabella) und Luca Grassi (Ezio) haben ihre Stimmen mühelos im Griff.»