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ATOS Trio | Haydn | Herzogenberg | Schumann

4. Meisterzyklus-Konzert mit Werken von Haydn, Herzogenberg und Schumann

  • Media: Atos Trio

Freitag, 28. April 2017
19.30 Uhr | Tonhalle

ATOS Trio
Annette von Hehn Violine
Stefan Heinemeyer Violoncello
Thomas Hoppe Klavier
Isabel Charisius Viola

Joseph Haydn | Klaviertrio Es-Dur Hob. XV: 29
Heinrich von Herzogenberg | Klaviertrio Nr. 2 d-Moll op. 36
Robert Schumann | Klavierquartett Es-Dur op. 47

Mit freundlicher Unterstützung von

Freundeskreis Sinfonieorchester St.Gallen

Ort | Tonhalle [Tickets]

Joseph Haydns Klaviertrio Es-Dur Hob. XV: 29 gehört in die Schaffensphase seiner letzten, reifen Klaviertrios, die zwischen 1794 und 1796 einer Reihe offenbar ausgezeichnet Klavier spielender Damen gewidmet wurden. Zur letzten Dreiergruppe von Trios, die der professionellen Pianistin Therese Jansen-Bartolozzi gewidmet wurden, gehört das Es-Dur-Trio, das einen dementsprechend anspruchvollen Klavierpart enthält. In seinen Formexperimenten, im harmonisch weit von Es-Dur entlegenen H-Dur des Mittelsatzes und im sehr modern anmutenden Finalesatz zeigen sich kühne Elemente eines selbstbewussten Haydns, der sich seiner Geltung in Grossbritannien, wo die Trios gedruckt worden sind, sicher sein konnte!

“Ich habe große Freude an dem Trio. Es ist reich an Musik, und sehr rund u. übersichtlich in der Form. Die einzelnen Sätze stehen in lebendigem Contraste u. das Ganze hinterläßt einen durchaus harmonischen Eindruck.“ Mit diesen lobenden Worten antwortete der grosse Bach-Biograph und Musikwissenschaftler Philipp Spitta seinem Freund Heinrich von Herzogenberg im Jahr 1882 auf dessen zuvor zugesandtes Klaviertrio Nr. 2 d-Moll op. 36. Doch wer ist Heinrich von Herzogenberg? Scheinbar geriet er im Schatten seines verehrten Idols Johannes Brahms – wie es vieler erfolgreicher Komponisten Schicksal war – als „Epigone“ in Vergessenheit. Das ATOS-Trio bringt das selten gespielte Trio dieses zu Unrecht so vernachlässigten Komponisten wieder zur Aufführung!

Robert Schumanns Klavierquartett Es-Dur op. 47 ist das letzte Werk seines kammermusikalisch so produktiven Jahres 1842, in dem auch das Klavierquintett Es-Dur op. 44 und die drei Streichquartette op. 41 entstanden sind. An Clara schrieb er schon 1838, dass ihm das Klavier „zu enge“ werde, weshalb die Entwicklung vom Streichquartett zu den verschiedenen Kombinationen seines Instruments mit dem neu erkundeten Streicherklang nur stimmig erscheint. Erstmals wurde das Klavierquartett am 5. April 1843 in einer Privatgesellschaft aufgeführt und erfuhr seine öffentliche Uraufführung erst knapp zwei Jahre später mit dem Widmungsträger Graf Wielhorsky (Cello) und so prominenten Musikern seines Freundeskreises wie Clara Schumann (Klavier), Ferdinand David (Violine) und Niels Gade (Viola).