18
Februar 2018
Sonntag
17:00-19:00
Streichquintette
3. Sonntags um 5

 

    • Wolfgang Amadeus Mozart

      Streichquintett g-Moll KV 516

    • Johannes Brahms

      Streichquintett G-Dur op. 111

     

    Zwei Meisterwerke für fünf Streicher
    Der Titel der dritten Ausgabe der Kammermusikrehe unserer Musikerinnen und Musiker lautet schlicht Streichquintette. Aber das Programm hat es in sich: Die zwei ausgesuchten Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Johannes Brahms gelten zurecht als zwei der schönsten Beiträge für diese Gattung. 
    Das Quintett für zwei Violinen, zwei Violen und Violoncello KV 516 von Wolfgang Amadeus Mozart entstand 1787 zeitgleich zur Arbeit an Don Giovanni sowie ein Jahr vor Mozarts gewichtigen und zukunftsweisenden letzten drei Sinfonien. Es war keine gute Zeit für Mozart, denn der Geschmack des Wiener Publikums, von dem der inzwischen freischaffende Komponist dringend abhängig war, schien sich gegen die Werke des einst so gefeierten Komponisten zu entwickeln. Auch Mozarts ungebrochene Experimentierfreude – eine Eigenschaft, die seinen späten Werken in der Musikgeschichte einen einmaligen Platz sicherte – brachte ihm zu Lebzeiten keinerlei Ruhm (geschweige denn ‹Tantiemen›). Interessant ist, dass sich die Tonarten der als Werkpaar entstandenen Quintette C-Dur KV 515 und g-Moll 516 mit denjenigen der späten Sinfonien KV 550 (die ‹grosse g-Moll›) und 551 (die Jupiter-Sinfonie in C-Dur) decken. Mozarts formale Meisterschaft und sein Spiel mit dem vollmundigen Mittelstimmenklang, der durch die Verdoppelung der Bratschen zustande kommt, faszinierten auch Johannes Brahms. Dieser schuf mit seinem Streichquintett für dieselbe Besetzung ebenfalls ein eindrückliches Spätwerk, mit dem er scheinbar Rückschau hielt auf sein eigenes Schaffen, ja sogar auf das ganze vergangene musikalische Jahrhundert.

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