27
Oktober 2017
Freitag
19:30 Uhr
Pathétique
Russland Litauen Lettland | 2. Tonhallekonzert
Einführung 18.30 Uhr | Tonhalle, Kleiner Saal

 

    • Mikalojus Konstantinas Čiurlionis

      Im Walde

    • Pēteris Vasks

      Konzert für Englischhorn und Orchester

    • Pjotr I. Tschaikowsky

      Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 Pathétique

     

    Mikalojus Konstantinas Čiurlionis (1875 – 1911) hatte zwei ausgeprägte Begabungen: Er war zugleich Komponist und Maler und in diesen Funktionen für die Musik und die bildende Kunst seines Heimatlandes Litauen die prägende Persönlichkeit schlechthin. Und Čiurlionis strebte in seinem kurzen Leben nach einer Verschmelzung der beiden Künste. Viele seiner Bilder (etwa die dreiteilige «Meeressonate» von 1907) haben einen expliziten Bezug zur Musik, seine Kompositionen wiederum, darunter die sinfonische Dichtung «Im Walde» von 1901, sind von einem berauschenden orchestralen Farbenreichtum.

    Seine Möglichkeiten zu elegischen, scheinbar endlos fliessenden Melodien haben dem Englischhorn einige der schönsten Momente in Oper und romantischer Sinfonik verschafft. An die für das Instrument so charakteristischen Eigenschaften knüpft auch der lettische Komponist Pēteris Vasks in seinem 1989 entstandenen Solokonzert an und webt das solistische Englischhorn darin ein in eine nebelhaft schwebende Klanglandschaft.

    «Ich habe übergrosse Lust, eine grandiose Sinfonie zu schreiben, die den Schlussstein meines ganzen Schaffens bilden soll», schrieb Pjotr I. Tschaikowsky 1890 an den Grossfürsten Konstantin. Drei Jahre später war sie fertig, die sechste Sinfonie des damals 52-jährigen russischen Komponisten, der nur wenige Tage nach der Uraufführung an Cholera starb. Und tatsächlich hatte Tschaikowsky seine 6. Sinfonie wie ein ‹letztes Werk› geschrieben: emotional, persönlich und mit einem langsamen Finale, dessen versterbender Schluss den Legenden um dieses «pathetische» Werk noch weiteren Schub verlieh.

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