17
September 2017
Sonntag
11:00-12:00

Eintritt frei

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Matinee: Die Räuber
Schauspiel von Friedrich Schiller

Zum Stück

Bei der Matinee kommen Dramaturgin Anja Horst, Regisseur Jonas Knecht und die Schauspieler Tobias Graupner (Franz Moor), Dimitri Stapfer (Karl Moor) und Jessica Cuna (Rädchendreherin) ins Gespräch über den Inszenierungsansatz, die Spielweise, aber auch den zuweilen schwierigen Umgang mit Schillers sprachgewaltigem Stück.

Friedrich Schiller hatte alles erreicht, was einem Poetenleben nur zustehen kann. Repräsentant für ein Zeitalter; Idol der Jüngeren; Denker und Moralist grössten Stils; dazu ein Erfolgsautor mit Stücken, die das Publikum erregten und buchstäblich an der Seele packten.
Das Menschenbild, das Schiller durch die Medizin entwickelte, hat großen Einfluss auf sein literarisches und philosophisches Werk genommen. Besonders die Erkenntnis von Geist und Körper als einer untrennbaren Einheit, im Gesunden wie im Kranken. Fallen Herz und Verstand auseinander, entstehen monströse Charaktere, wie sie der 20-jährige Medizinstudent in „Die Räuber“ beschreibt. Hier gehen Medizin und Literatur Hand in Hand, Arzt und Dichter sezieren den Menschen.

«Was soll der fürchten, der den Tod nicht fürchtet.»

Zugabe

Presse

Saiten

Wie die zwei Amalien leistet das ganze Räuber-Ensemble drei Stunden lang Theater mit ganzem Körpereinsatz. Allen voran Tobias Graupners Franz. Er presst sich vom ersten stockenden «Warum» an seinen Riesentext aus dem von Magenkrämpfen geplagten Leib heraus. Ein Nervenbündel, eine Zeitbombe. Dimitri Stapfers Karl ist weicher und anfechtbarer, sprunghaft, beleidigbar, kindlich.

Ostschweiz am Sonntag

Jonas Knecht bleibt seiner Handschrift treu: Bildstark, musikalisch, tänzerisch ist auch seine erste grosse Inszenierung diese Saison im Theater St.Gallen.

Junge Theaterkritiker

Kostümbildnerin Friederike Meisel hat die Farben der jeweiligen Personen wunderbar ausgesucht. Dass die Räuber nicht nur grau gekleidet sind, wie der stereotype Räuber, sondern auch farbenfroh wie freie Vögel, passt wunderbar zur zweiteiligen Rolle der Räuber.

St.Galler Tagblatt

Es gibt fabelhafte Szenen an diesem Abend: Wie Hans Jürg Müller als Diener minutenlang zitternd eingeschüchtert entkleidet wird; wie Amalia (im Duo: Anna Blumer und Diana Dengler) und Franz die sexuellen Übergriffe in einen subtilen Tanz transformieren.

Termine & Tickets

Lokremise

Im November 2008 haben die St.Gallerinnen und St.Galler einem Kulturzentrum in der Lokremise am Hauptbahnhof zugestimmt. Eröffnet wurde die neue Spielstätte des Theaters St.Gallen Mitte September 2010

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