23
November 2017
Premiere
Donnerstag
20 Uhr
Hungaricum
Stück von den Brüdern Presnjakow

Inhalt

Eine Raststätte an der ungarisch-österreichischen Grenze. Kaum hält hier ein Auto mit ausländischem Kennzeichen, knöpft sich Gyula, ein ungarischer Polizist, den Fahrer vor, um Geld abzupressen. Ihm ist ein österreichischer Student im Mozartkostüm in die Fänge geraten, bei dem er Kokain wittert. Ein Deutscher möchte als Zeichen der allgemeinen Globalisierung eine Weltsuppe über die Grenze bringen, bleibt aber schon an Gyula hängen, und ein Mafioso namens Mózes, halb Ungar halb Rumäne, betreibt getarnt als LKW-Fahrer grenzüberschreitend seine Geschäfte. Eine junge Kellnerin wartet bereits zwei Wochen auf ihren Laptop, der zum Zweck einer Überprüfung – sie könnte ja immerhin mit Terroristen in Verbindung stehen! – beschlagnahmt wurde.
Wie sich bald herausstellt, spielt Gyula den Polizisten nur, während er seiner Frau zu Hause vorgaukelt, noch immer Autoverkäufer bei Toyota zu sein. Letztlich schlüpfen alle Figuren in dieser sich ins Groteske steigernden Komödie in verschiedene Rollen, um sich irgendwie durchzuschlagen und den Verhältnissen anzupassen – aber auch, um an die Möglichkeit eines anderen Lebens zu glauben. Umso witziger und zugleich absurder erscheint dieser von kleinen Gaunern, schrägen Typen und gescheiterten Existenzen bevölkerte Mikrokosmos, der viel über die Zustände und Befindlichkeiten in unserem heutigen Europa zu erzählen weiss. – Eine europäische Grenz-Groteske oder: Gulasch ist auch bloss eine Suppe!

«Gar nichts bedeutet: Alles ist gut und du kannst nach Hause. Fast nichts bedeutet ein paar Jahre Gefängnis. Also mach bloss keinen Fehler!»

Besetzung

Termine & Tickets

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