16
Mai 2018
Premiere
Mittwoch
20 Uhr
Der Mann der die Welt ass
Schauspiel von Nis-Momme Stockmann

Inhalt

Ein namenloser Mittdreissiger saugt auf, was das Leben zu bieten hat: Geld, Erfolg, Zuneigung, und das masslos, rücksichtslos, niemals satt. Dann bricht sein Leben zusammen. Er verliert Arbeit, Frau, Kinder, Bruder, Freunde und ist mit der Pflege seines dementen Vaters allein. Der sitzt nackt in seinem Kleiderschrank mit einem Topf voller Linsensuppe. Völlig überfordert und alleine wird der Sohn nun vom Leben aufgefressen. Statt sich sein Versagen einzugestehen, verschanzt sich der Egozentriker in einer Scheinwelt und feiert sich als unverstandener Aussteiger.
Subtil und berührend kreist Nis-Momme Stockmanns erstes Theaterstück um die Themen ‹Altern in der Familie›, ‹Rolle des Vaters› und ‹Leben und Überleben im Kapitalstaat›, serviert uns dabei aber keine Thesenträger, sondern lebensstarke Charaktere. Es stellt weniger die Frage nach der Schuld als vielmehr danach, welche Strukturen dafür verantwortlich sind, dass das Aufgeben im Job – aber auch im Leben – in unserer Gesellschaft als Schwäche verstanden und ausgeklammert wird.

«Kapitulation ist keine Option im Kapitalismus.»

Besetzung

Termine & Tickets

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