17
November 2017
Freitag
19:30-22:30
Brahms 4
Coriolan Prokofjew | 3. Tonhallekonzert
Einführung 18.30 Uhr | Tonhalle, Kleiner Saal

 

    • Ludwig van Beethoven

      Ouvertüre Coriolan op. 62

    • Sergej Prokofjew

      Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 g-Moll op. 63

    • Johannes Brahms

      Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98

     

    «Von schlagfertiger Bestimmtheit» sei die Coriolan-Ouvertüre, meinte einst Johann Wolfgang von Goethe und sprach damit auf ihre schnörkellose, unmittelbare Musiksprache der Ouvertüre an. Zu Heinrich von Collins gleichnamigen Trauerspiel komponiert, ist sie ein freies Charakterbild des starrsinnigen römischen Feldherrn Coriolanus, der Krieg gegen sein eigenes Volk führte und schliesslich, von Gewissensbissen geplagt, den tragischen Freitod wählte.

    Sergej Prokofjew liess sein 2. Violinkonzert in jenem Jahr 1935 zur Uraufführung bringen, in dem er aus dem selbstgewählten Exil ins sowjetische Russland zurückkehrte. Ihm schwebte für das Konzert eine «Neue Einfachheit» vor, die in einer übersichtlichen Gestalt und einem kammermusikalischen Tonfall ihren Ausdruck fand. Dies soll jedoch nicht über die vielfältige Palette an Spieltechniken der Solovioline hinwegtäuschen – wohl einer der Gründe dafür, dass das Konzert zu einem der meistgespielten Violinkonzerte des 20. Jahrhunderts gehört.

    Es war zwar ‹bloss› seine vierte, aber dennoch bereits seine letzte: Mit seiner 4. Sinfonie erklomm Johannes Brahms den Gipfel seines eigenen sinfonischen Œuvres und beschloss gleichzeitig eine ‹sinfonische Ära›, die er gemeinsam mit Schumann und Mendelssohn geprägt hatte. Das Brahms’sche sinfonische Schlusswort hat es punkto Gehalt in sich, was der Brahms-Zeitgenosse Joseph Joachim mit folgenden Worten treffend ausdrückte: «Der packende Zug des Ganzen, die Dichtigkeit der Erfindung, das wunderbar verschlungene Wachstum der Motive noch mehr als der Reichtum und die Schönheit einzelner Stellen, haben mir’s geradezu angetan».

    Gleichzeitig zu ihrer Rückkehr nach St.Gallen erscheint Rosanne Philippens neue CD mit dem 2. Violinkonzert von Sergej Prokofjew, das die Geigerin in der Saison 2015/16 gemeinsam mit dem Sinfonieorchester St.Gallen eingespielt hat (Label: Channel Classics).

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